MG – Da weiß man, was man hat…

…nämlich eine defekte Zylinderkopfdichtung zwischen 1 und 2. Aber der Reihe nach: Nach dem Ausbau des Antriebs, der erstaunlich unkompliziert und mit dem Kran auch allein problemlos verlief, war ich hoch motiviert und wollte dem Motor etwas näher auf den Leib rücken.

Ein Anstoß für diese Restauration war der Exodus des Motors. Die Jungs von Strass Classics in Berlin hatten im letzten Jahr eine defekte Zylinderkopfdichtung diagnostiziert. Dies und andere Umstände beeinflussten mich dann, den B komplett neu aufzubauen. Es galt also, diese Diagnose zu bestätigen.

Ich habe dann nach und nach den gesamten Motorbock freigelegt und alle Nebenaggregate und schließlich auch den Zylinderkopf demontiert. Es stellte sich heraus, dass zwischen 1. und 2. Zylinder die Kopfdichtung weggebrannt war – der Kopf selbst sieht aber noch ganz passabel aus. Diagnose bestätigt!

Mit freiem Blick auf den Motor kann Folgendes festgestellt werden: Die Kolben (MOWOG 529703) sind wohl original, kein Übermaß. Der Gussblock scheint ebenfalls der erste im Wagen zu sein – Matching Numbers also. Der Zylinderkopf trägt die Nummer 12H1326, was ihn als Typ mit den kleinen Ventilen der frühen Serie identifiziert (1962-1967). Also auch hier alles paletti.

Ich bin überrascht, wie unkompliziert das Ganze bis jetzt verlaufen ist. Es hätte wohl mehr schief gehen können. Und das wird es wohl auch sicher noch. Bis dahin freue ich mich am Erfolg, den B schon ein wenig ausgeweidet zu haben.

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2 Gedanken zu “MG – Da weiß man, was man hat…

  1. Hallo Herr Wedemeyer,

    eine tolle Seite, die Sie da haben.
    Habe zur Zeit mit meinem B ein ähnliches Problem:
    Nach meiner eigenen Diagnose Kopfdichtung sollte der Kopf abgebaut werden. Das dauerte in der Werkstatt gut zwei Wochen, bis der Mechaniker den Kopf mit der Flex bearbeitet hatte, damit er endlich raus ging. Anders war es nicht möglich, Block und Kopf haben sich wohl für ewig vereint. Nach Lieferung eines neuen Kopfes von Kischka mit versetzter Ölbohrung 4. Zyl. und neuer Kipphebelwelle von Bastuck (Anm. kein Pfand!) war heute alles zusammen gebaut. Problem, es kommt kein Öl im Kopf an. Kann es vielleicht sein, das der alte Block nicht mit dem neuen Kopf zusammen passt? Siehe Ölbohrung. Hätte mir Kischka eigentlich sagen müssen…
    Die Werkstatt wird das nächste Woche nochmal zerlegen ,müssen….
    Vielleicht haben Sie ja eine Tipp!

    LG Stefan Schulze

  2. Hallo Stefan,
    die versetzte Ölbohrung ist – soweit ich weiß – eine bekannte Optimierung am Vierzylinder des B. Ob dazu aber Rumpf UND Kopf miteinander verändert werden müssen ist mir nicht bekannt. Da stecke ich zu wenig in der Materie. Der gute Herr Kischka sollte das aber mit Sicherheit klären können.
    Viel Erfolg!
    Sven

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