Britischer Flickenteppich

In der aktuellen MO fanden sich wieder mal tolle Kunstdrucke fantastischer Motorräder. Klar, dass die nicht in meiner Werkstatt fehlen dürfen. Ducati 916, Renn-SS und Britten V1000 zieren nun eine der vier Wände. Soviel zum Thema „schöner schrauben“.

Ich befasse mich derzeit näher mit dem Thema Motortuning und sinniere immer noch über die KTL. Tja, eine lange Geschichte – kommt Zeit, kommt Rat… Da die Karosserie in jedem Fall die nächste große Baustelle wird, müssen die geplanten Vorhaben grob geordnet werden. Neben dem Entfernen aller Rostschäden plane ich Folgendes:

  • Heckschaden beheben (verzogene Streben im Kofferraum, Abschluss des Kofferraumdeckels krumm)
  • Schürze vorn durch Version in GFK mit Lufteinlässen ersetzen (wenn gute Qualität verfügbar)
  • Schürze hinten durch Version in GFK ersetzen (dito)
  • Halterung für Ölkühler vorbereiten
  • Aufnahmen für Traction Bars (Schubstreben) vorbereiten (Beispiel hier)
  • Aufnahmen für Teleskopdämpfer hinten vorbereiten
  • Tankdeckel in die rechte C-Säule verlegen (Beispiel hier)
  • Batteriekästen schließen (habe dort die Unterbringung von Elektrik geplant)
  • Platz für Batteriehauptschalter im Innenraum finden
  • Platz für 185er Reifen auf 15“-Felgen schaffen

Natürlich sind einige Umbauten nicht „artgerecht“ und werden von Originalitätsfanatikern wohl mürrisch beäugt, doch für mich ist das vertretbares Customizing, das den individuellen Charakter eines Fahrzeugs stärkt.

Um mir einen Überblick zum ersten Punkt – dem Heckschaden – zu verschaffen, habe ich mir gestern mal etwas näher den Flickenteppichen der hinteren Schürze angesehen. Doch Vorsicht: Nicht vergessen, den leichten Blechbody auf der Hebebühne mit Gurten zu fixieren, sonst kippelts arg gefährlich…

Dank Polyesterscheibe stellte sich schnell heraus, dass dort teilweise drei Schichten Metall übereinander lagen. Da das in jedem Fall so nicht bleiben kann, ging es dem Blech mittels Flex an den Kragen. Die Schürze an sich ist offenbar original, weil in Mineral Blue – dem Erstlack – lackiert. Die restlichen Lagen Blech stammen offenbar von der Korrektur eines Auffahrunfalls oder ähnlichem – übrigens in sehr britischer Manier (Nieten, ungeschütztes Blech, Glasfaser, Gummipampe und ordentlich Spachtel) durchgeführt…

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3 Gedanken zu “Britischer Flickenteppich

  1. Oha, hier hast du dir aber was vorgenommen 🙂

    Karosseriearbeit tippe ich mit über 200h…incl. Zinnen.

    Vielleicht macht es wirklich Sinn zuerst Entlacken—>Schweissen—->KTL..?

    Gruss

    Alexander

  2. Auf die Karosseriearbeiten bin ich auch schon sehr gespannt.
    Ich schließe mich Alexander an: Entlacken—>Schweissen—>KTL
    Es wäre mir zu ärgerlich, wenn ich nach dem Schweißen beim entlacken noch eine Stelle fände, die noch geschweißt werden muss. Da ist man eher versucht 7 gerade sein zu lassen und ärgert sich nachher Jahre lang.

    BTW.: Hast du dir schon mal die Restaurationsdoku „An MG is born“ angesehen? Da wird auch ein MGB restauriert. Sehr unterhaltsam!
    Youtube liefert das ganze in kleinen Häppchen.

  3. Hallo Alex und Adrian,
    ja, es ist sicher noch Einiges an der Karoserie zu tun. Aber wenn ich das schon mal angehe, soll es auch konsequent umgesetzt werden. Das Entlacken vor allen weiteren Arbeiten ist wohl sinnvoll, um dem Schrecken ins Auge zu sehen. Ich werde wohl noch etwas an den schon offensichtlichen Schwachstellen herumfrickeln, um mir ein Bild davon zu machen: Dann geht’s bald los… Das Machwerk von „An MG is Born“ ist mir bekannt – unterhaltsam und aufschlussreich…
    Auf bald!

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