KTL-Galerie

Dank dem schönen Wetter der letzten Tage konnte ich nochmals einige Fotos von Spencers Oldtimer-Karosserie nach der KTL schießen. Im gleißenden Licht der Herbstsonne treten alle noch so kleine Macken in den Vordergrund.

Zerfressene Blechflächen, kleinste Dellen auf der Motorhaube, doppelte Bleche an den Kotflügeln oder schludrige Schweißarbeiten an der C-Säule… Man erkennt aber auch, dass die KTL wirklich in jede Ritze geflossen ist. Anhand der Türen oder am Fahrschemel der Vorderachse wird dies gut sichtbar. Als Ist-Zustandsaufnahme ist der Prozess also wirklich ideal geeignet, denn absolut nichts wird beschönigt. Allein dort, wo sich trotz der Perforation noch kleine Luftblasen bilden konnten – bspw. in den Sicken des Bodenblechs – sind einige kleine Stellen nur entlackt und nicht beschichtet. Hier muss ich wohl demnächst mit Rostumwandler und Rostschutz Schlimmeres verhindern.

Mir völlig unbekannt – weil unter Dämmmatten versteckt – war bis dato ein Schild in Höhe der Rückbank, das auf den Hersteller der Blechverarbeitung und diverse Patente hinweist. Und auch den Rostschaden am Fensterrahmen der Kofferraumklappe hatte ich in dem Ausmaß nicht vermutet. Als Krönung des Ganzen hat sich ein Querträger unter dem Fahrersitz teilweise in Luft aufgelöst und schreit nach Ersatz. In Sachen Blech gibt’s also mehr als genug zu tun…

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4 Gedanken zu “KTL-Galerie

  1. Hallo, Spencer sieht echt mitgenommen aus, und du willst die karosserie wirklich schweissen, dann kommt eine menge arbeit auf dich zu, die KTL scheint besser als strahlen zu sein, die karosserie ist jetzt innen und aussen geschützt, ich weis noch nicht was ich mit meiner mache, werde sie ende oktober mal innigst untersuchen, leider ist classic wheels zuweit von luxemburg entfernt, hätte sie gerne besucht. viel spass bei der genesung von spencer
    steini

  2. hey steini,
    das mit der vielen arbeit ist ein gutes argument, den wagen – so wie er ist – nur noch als schrottwert zu betrachten. ich werde sicher einfach in den sauren apfel beißen und entweder selbst hand anlegen oder aber einen profi damit beauftragen. denn auch meine zeit ist geld… derzeit nimmt genau diese überlegung viel platz in meinem kopf ein, denn inkonsequenz möchte ich in jedem fall vermeiden. was die ktl grundsätzlich angeht, kann ich sie auch für deinen wagen empfehlen…
    auf bald!
    sven

  3. Ich zeige mich auch tief beeindruckt, was der KTL-Prozess im ganzen offenbart!

    Schade, dass erst so viel Geld investiert werden muss, um wirklich feststellen zu können, ob ein Neuaufbau sinnvoll ist, oder nicht.
    Aber das ist wohl der Preis der Erkenntnis:
    Nimmt man pauschal eine neue Karosserie, wirft man vielleicht brauchbares weg.
    Geht man den KTL-Weg investiert man vielleicht viel Geld in eine Ruine….
    Wie man es auch dreht und wendet, im Zweifel geht man den teureren Weg.

  4. Ja ja, Zweifel bleiben immer, den falschen Weg eingeschlagen zu haben. Man kann sich aber durch viel Engagment zumindest einige Fehler ersparen. Eine Karosserie zu beurteilen ist ja bspw. vor einer KTL möglich…
    Der von Dir erwähnte „Preis der Erkenntnis“ ist für mich übrigens ein großer Teil dessen, was an einer Restaurion Spaß macht!

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