Ford-Getriebe für den MG

Um Spencers Karosserie bald an den wenigen nicht mit KTL beschichteten Stellen zu schützen, hab ich mir in einem großen Auktionshaus etwas Ferpox und Fertan besorgt. Das ist dort günstiger als im offiziellen Shop. Ferpox ist eine bewährte Grundierung für blankes Blech und wird bspw. eingesetzt, wenn neu eingeschweißte Teile vor Korrosion geschützt werden sollen. Altes Blech hingegen kann wunderbar mit Fertan benetzt werden, um den Rost umzuwandeln und ihn so zu stoppen. Danach kommt ggf. wieder Ferpox drauf. Doch das ganze mache ich erst, wenn etwas mehr Zeit ist, denn Fertan muss 24 Stunden einwirken, um dann abgewaschen zu werden.

Zunächst wollte ich am Sonntag aber erst mal das Ford-5-Gang-Getriebe, das die alte 3-Synchro-Box ersetzten soll, fürs Glasperlen fertig machen. Nach einer Reinigung demontierte ich Kupplungsglocke, Leerlaufschalter und Schalthebel. Letzterer hinterließ nun aber eine kleine offene Wunde, in der sich das Strahlmaterial wunderbar breitmachen kann. Aus weichem Alublech fertigte ich deshalb eine Abdeckung, die den Eingang des Schalthebels schützt. Als Dichtung zum Getriebe schnitt  ich – ganz professionell – eine Pappdichtung aus, die in ihrem ersten Leben eine Osram-Glühbirnenpackung war. Passt.

Nachdem das geschehen war, bekam ich allerdings mit, dass das Hauptlager der Eingangswelle im Gehäuse spürbar Spiel hat. Nicht innerhalb des Lagers, sondern in seinem Sitz. Ob das so sein darf, kann ich noch nicht beurteilen. Meine Vermutung: Es macht nix, weil die Kupplung bzw. die Aufnahme der Welle zum Motor später das ganze wieder ordentlich zentriert. Kann das jemand bestätigen?

Wir auch immer. Das Getriebeöl wurde abgelassen, die Schaltbarkeit nochmal genau überprüft – alles OK – und dann habe ich angefangen, weitere Teile fürs Strahlen fertig zu machen. Damit werde ich mich wohl in der nächsten Zeit noch länger beschäftigen, denn der Strahlbetrieb bevorzugt natürlich gereinigte, vor allem aber fett- bzw. ölfreie Bauteile. Es gibt viel zu tun…!

Advertisements

8 Gedanken zu “Ford-Getriebe für den MG

  1. hallo aus luxemburg
    warum wills du ein ford getriebe einbauen? die mg getriebe sind doch recht stabil, und mit overdrive recht gut zu fahren,
    steini

  2. tja steini, es gibt für mich einige gründe für das sog. t9-getriebe von ford:

    – mein vater, der ford-händler ist, kennt das ding sehr gut von alten sierras und hat entsprechend know-how
    – ich bekam ein t9 für 180 euro auf dem schrottplatz, was gut ist (umbaukosten allerdings insgesamt ca. 1.000 euro mit dem entsprechenden kit)
    – spencer hat das sog. 3-synchro-getriebe original verbaut, das hat keinen overdrive und ist im ersten gang unsynchronisiert
    – ein overdrive als nachrüstung ist recht teuer und ab und zu in sachen elektrik recht anfällig und komplex
    – das t9 kann man ggf. ohne motor entnehmen, um bspw. die kupplung zu wechseln. das kostet weniger nerven. ein echter vorteil.
    – das t9 ist wesentlich leichter als die mg-box mit overdrive und auch extrem robust
    – die übersetzung ist beim t9 quasi identisch zur overdrive-box
    – die änderung ist von außen quasi nicht sichtbar und selbst von unten sehr unauffällig
    – man kann alles im fall der fälle ohne massive eingriffe zurückrüsten

    in der summe – wie ich finde – bietet das t9 eine gute option für ein upgrade, das ich in anbetracht der oroginalen box ohne overdrive sowieso vorhatte. etwas langstreckentauglichkeit macht in der heutigen zeit ja sicher sinn…

  3. hallo,
    du hast recht, wenn du kein OD-Getriebe hast und du günstig an ein T9 Getriebe kommst und dein Vater das nötigen Know-how für den Umbau hat spricht nichts dagegen, ist sicher besser wie die 3 Gang Box.
    bis dann
    steini

  4. Unbedingt auf vernünftige Funktion testen !!
    Mein Sierra hörte sich auf der Werkbank gut an und muss nun doch noch einmal ‚raus 😦
    Der zweite Gang … hätte es wissen müssen. Die sind doch fast immer hin …

  5. Hallo Karsten,
    hast Du selbst ein T9 im MG in Anwendung? Ich werde meines sicher nochmal durchchecken lassen, um sicher zu gehen, dass alles auch nachhaltig ist. Wäre ja doof, wenn alles zusammen ist und sich dann der Wagen nicht schalten lässt…
    Grüße, Sven

  6. Nur mal so als Hinweis (ohne Wertung):
    Der Umbau auf ein 5-Gang-Getriebe ist nach den Vorgaben für die Zuteilung des H-Kennzeichen nicht zeitgemäß und daher darf dann lt. Richtlinien kein H-Kennzeichen zugeteilt werden.
    Ausnahme: wenn der Umbau in den ersten 10 Jahren nach Erstzulassung möglich gewesen wäre, also in diesem Fall bis 1967, und dies dem Prüfer nachgewiesen wird, kann trotz Umbau das H-Kennzeichen zugeteilt werden …
    Trotzdem weiter viel Spaß und Erfolg beim Schrauben.

  7. @Sven – ja; das Ding habe ich aus Bremen. War alles prima. Hat sich auch vernünftig durchschalten lassen. Leider habe ich jetzt beim runterschalten in den zweiten Gang doch einige Probleme. Also noch mal alles raus 😦

    @Jörn – vermutlich hast Du Recht. Möchte im MGA aber nicht drauf verzichten. In meinem 64 B habe ich einen Overdrive. Der funktioniert excellent.

  8. Hallo Jörn,
    das Thema T9-Getriebe und H-Kennzeichen ist auf dem Papier sicher ein Problem. Glücklicherweise ist der Umbau aber so dezent, dass ein nicht auf MG geschulter Prüfer das Ganze gar nicht erst entdeckt. Sollte also kein Thema sein. „Mein“ Prüfer nimmt bspw. Motorräder ab, indem er deren Sauberkeit bewertet. Ganz nach dem Motto: Sauber = OK. An sich zweifelhaft, in meinem Fall aber auch hilfreich…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s