Und weiter geht’s…

…mit der Vorbereitung zum Sandstrahlen. Schon jetzt bin ich bei weit mehr als 80 Kleinteilen angekommen, die entweder nur gestrahlt oder später noch pulverbeschichtet werden sollen. Hinzu kommen einige Sachen fürs Glasperlen oder Verzinken. Am vorgestrigen Samstag vorwiegend am Start: Das Fahrwerk.

Leider stellte sich sowohl bei einigen Hinterachsteilen an der Blattfedern, aber vor allem an den vorderen Schwenklagern und der Radnabe heraus, dass die Teile – offenbar noch Erstausstattung von 1966 – weitgehend verschlissen sind. An eine Aufarbeitung ist wohl nicht zu denken, denn alle maßgeblichen Lagerstellen sind aufgerieben oder ins „Fleisch“ eingearbeitet. Selbst die Feinverrippung an den Radnaben zur Aufnahme der Speichenfelgen hat Spiel. Hier werden wohl viele Neuteile nötig.

In meiner Fahrwerkskiste fand sich neben dem ganzen alten Kram auch der Original-Stabilisator der Vorderachse, den ich aus aktuellem Anlass mal vermessen habe. Das Ergebnis: Ungefähr 16 mm – also die GT-Serienversion in 5/8“-Größe. Darüber hinaus gibt es noch folgende Größen: 9/16″ (Original-Roadster, 14 mm), 3/4″ (19 mm), 13/16“ (21 mm), 7/8“ (22 mm) und für die ganz harten Jungs 1“ (25 mm) – wobei der Widerstand des Stabis mit dem Durchmesser proportional ansteigt. Ich werde mich in diesem Bereich wohl nur maßvoll vergrößern (3/4″), um Spencer künftig flott ums Eck bewegen zu können.

Dann fiel mir noch der Deckel der Steuerkette in die Hände. Ich hatte – noch zu Spencers Lebzeiten– den Steuerkettentrieb tauschen müssen, weil sich der Kettenspanner „verflüchtigt“ hatte. Bis dahin übernahm das Steuerkettengehäuse unwissentlich die Funktion der Kettenspannung, was aber dazu führte, dass sich das Blech durchrieb. Der Schaden wurde schon damals geschweißt. Ersatz gibt es nämlich nicht mehr. Die Schweißraupe wollte ich nun etwas glätten, um das Gehäuse dann strahlen und später lackieren zu können. Dremel sei Dank war das aber eine Kleinigkeit, so dass ich auch die verbogene – teilweise noch rot lackierte – Ölwanne aus Stahlblech richten konnte. Jemand hatte den Wagen nämlich mal mittels Ölwanne aufgebockt, wobei das Blech natürlich gelitten hat.

In ein oder zwei Wochen sollte ich alle Teile fürs Strahlen vorbereitet haben. Dann werden zum ersten Mal saubere und einsatzfähige Teile in meinem Lager Platz finden. Ich freu mich jetzt schon drauf…

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4 Gedanken zu “Und weiter geht’s…

  1. …Die erste Kiste mit frisch, gelbverzinkten Teilen war auch bei mir der erste Schritt von ‚Rückwärts‘ nach ‚Vorwärts‘, quasi ie Trendwende im Projekt.
    Und wenn sich diese Kiste dann leert und das Auto immer mehr Auto wird…

    Vorwärts immer, Rückwärts nimmer *g*
    keep going
    TOM

  2. Wirst Du die Teile sämtlich zum Strahlen abgeben oder die kleineren Dinge selbst bearbeiten?
    Deine Werkstatt ist ja nicht die größte, aber vielleicht verbirgt sich in der Ecke noch eine kleine Kabine…

  3. was bei mir seeehr gut funktioniert hat zum entlacken und entrosten war eine große Mörtelwanne mit Wasser/Natron Lauge (Kaiser Natron vom Schlecker (10l/1Beutel)).
    Als Minuspol ein Stück Edelstahl, das zu reinigende Teil an Plus. in die Wanne legen.
    Strom von einem kleinen Autobatterieladegerät (obacht, kein elektronisches, so ein Oldescool-Teil mit Trafo verwenden).
    Das Teil, jeh nach Größe über Nacht oder auch 1-2 Tage ‚einweichen‘, mit klarem Wasser abspühlen .. SAUBER, aber RICHTIG .

  4. Moinmoin,
    ich habe in meiner Werkstatt leider wirklich nicht viel Platz, um bspw. eine eigene Strahlkabine aufzustellen. Solche Dinger lohnen sich aber, wenn man langfristig immer wieder sowas machen will. Der noch offene Raum soll aber lieber durch eine schöne alte Drehbank belegt werden… 🙂
    Ich finde, dass (m)ein Strahlbetrieb gute Arbeit leistet und auch das Geld wert ist. Denn für 200 oder 300 Euro ist nachher alles blitzeblank und sehr haltbar beschichtet. Es sind ja am Ende sicher über 100 Teile, die bearbeitet werden. Da nutze ich lieber meine Zeit, um in der Werkstatt mit anderen Dingen voran zu kommen.
    Toms Tipp (selbst ist der Mann!) finde ich deshalb sehr hilfreich und muss das auch mal probieren. Denn es scheint ja super zu funktionieren. Bei der Masse an Kleinteilen ist das aber gerade keine Option.
    Byebye…

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