Ja ist denn heut scho‘ Weihnachten?

Obwohl der Tannenbaum noch nicht mal steht, gibt’s schon Geschenke. Und zwar von mir selbst! Ich gönnte mir nämlich unlängst ein Umbaukit für Koni-Teleskopdämpfer an der Hinterachse, die es bei Limora gerade zum relativ günstigen Weihnachtskurs gab. Gestern hielt ich den Kit das erste Mal in der Hand – und alles wirkt solide. Nur verwundert mich, dass die Lagergummis in den Dämpferaugen mit lackiert sind. Das hätte ich nicht erwartet. Die Haltebleche wandern in Kürze nochmal mit den anderen Teilen zum Pulverbeschichten, denn Pulver ist hartnäckiger als der schwarze Lack. Die Dämpfer selbst sind einstellbar und liegen nun erst mal im Lager.

Da auch noch bei Moss eine (etwas größere) Bestellung ansteht, musste ich noch recherchieren, welche Wasserpumpe für Spencer ideal ist. Es gibt nämlich unzählige Variationen, die aber dankender Weise in diesem Dokument genau beschrieben sind. Nach Abmessen der Distanz zwischen Flansch und Anschluss der Riemenscheibe steht fest: 10,5 cm sind ca. 4,15“, also brauche ich Artikel GWP114. Schön, wenn der Lieferant solch transparente Hilfestellung gibt…

In Anbetracht der neuen Fahrwerksoption durch die Konis an der Hinterachse habe ich mich entschlossen, möglichst konsequent vorzugehen und die Halterung der Fanbänder einfach abgetrennt. Das ist an sich nicht zwingend nötig, macht den Eindruck aber cleaner. Und wozu unnützes „Zeug“ herumfahren? Allen Originalitätsfans sei hierzu gesagt: Man kann das auch zurückrüsten und wieder Halterungen anschweißen. Allerdings werde ich wohl kaum wieder auf die siffigen Armstrongs umbauen! Nach getaner Arbeit – zwischenzeitlich brannte dabei der Winkelschleifer durch – an der nun auch etwas sauberen Achse fand ich zufällig noch deren eingeschlagene Originalnummer. Diese stimmt tatsächlich mit dem Heritage Certificate überein, was mich natürlich freut. Matching Numbers auch hier!

Der Feierabend brachte dann noch genügend Muße, um sich den Metalplatten des Motors zu widmen. Da ich diese doch nicht strahlen, sondern nur materialschonend reinigen wollte, griff ich zum Bohraufsatz aus Nylonfaser (den umgangssprachlichen Namen werde ich hier nicht ausschreiben). Das Entfernen von Lack, Dreck und Rost ist damit ein Kinderspiel, ohne bei behutsamer Anwendung messbar Material abzutragen. Das Ergebnis einer Stunde staubiger und höllenlauter Arbeit (Hör- und Mundschutz sind Pflicht) kann sich in meinen Augen durchaus sehen lassen und wird bald MG Maroon-Rot strahlen.

Das Finale bestand gestern nur darin, noch den Differentialdeckel zu richten, da dieser in der Vergangenheit wohl des Öfteren Bodenkontakt genossen hat. Ich schmiss dann nur noch die frisch abgedrehten und damit schlagfreien Bremstrommeln auf den Strahl-und-Pulver-Teilehaufen und widmete mich dann einer vorzüglichen Entenbrust, die aus dem Ofen geradewegs in meinen Mund flog. Bon Appetit!

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