Schleifarbeiten

Immer wieder sinniere ich über die schöne Frontline-Vorderachse. Alles außer dem Preis (ca. 1.000 €) spricht eindeutig dafür. Um nun aber nicht aus Geldmangel den Fortgang des Projekts aufs Spiel zu setzen, sind auch die Armstrong-Dämpfer wieder eine Option für mich. Diese werde ich deshalb demnächst überholen lassen. Denn wenn sie wieder dicht und fahrtauglich von der Fa. Feuerland zurückkehren, kann ich sie immer noch ins Lager legen oder verkaufen, wenn die Frontline-Lösung doch gewählt wird. Aus oben genanntem Grund wurden die Original-Dämpfer daher gestern nochmals gereinigt und richtig verschlossen. Denn  ich werde die Dinger vorab noch strahlen lassen.

Aufgrund des geschweißten Lenkrads habe ich dann die Flex, Feilen und allerlei Schleifpapier geschwungen, um dem Moto Lita wieder eine schöne Oberfläche zu verpassen. Johannes, der das Volant geschweißt hatte, empfiehl mir, mit Spülmittel zu feilen. Ja, richtig gelesen! Gesagt, getan – und ich muss sagen, das klappt gut. Denn zum einen fliegen die Späne nicht überall umher, sondern bleiben in der fast cremigen Masse gebunden. Zum anderen setzt sich das Werkzeug nicht so stark mit dem weichen Metall zu und bleibt „scharf“. Nach den rabiaten Werkzeugen folgte dann 240er, später 600er und schließlich 1.000er Nassschleifpapier. Damit kam ich einer polierfähigen Oberfläche schon recht nah. Für den letzten Glanz lasse ich mir aber noch Zeit.

Nach dem Lenkrad widmete ich mich kurz dem Hauptbremszylinder. Der war verrostet, marode und verbeult. Nach der sehr einfachen Demontage habe ich mit einem dünnen, aber stabilen Schraubenzieher versucht, die Beule von innen zu glätten. Das gelang bedingt, denn der Behälter lässt wenig Spielraum zu. Die Option ist nun, das verbeulte Ding entweder neu abzudichten und zu lackieren (was bei Bremsflüssigkeit nicht optimal ist), oder doch einen neuen Hauptbremszylinder für min. 60 Euro zu kaufen. Mal sehen, ob die Restauration funktioniert.

Da ich vor kurzem über vorzügliche Lektüre über das T9-Getriebe gestolpert bin, habe ich das zum Anlass genommen, die Getriebe-Eingangswelle auszumessen. Denn laut dem Bericht aus dem Retro Cars Mag gibt es verschiedene Versionen der Fünfgang-Box. Die Messung ergab von der Gehäuseflanke zum Ende der Welle ca. 176 mm, also etwa 6,9“. Ergo ist mein Getriebe wie erwartet von einem „einfachen“ Ford Sierra und hält die erwarteten 100 PS des MG locker aus. Um sicher zu gehen, dass das Getriebe fit ist, werde ich es demnächst checken und ggf. auch gleich überholen lassen.

Meine letzte Amtshandlung war gestern die Demontage einiger Kleinteile der Stoßstange. Denn dort waren noch Halterungen montiert, die ich ganz vergessen hatte. Sie gehörten aber noch in den ersten Schwung der Sandstrahl-Teile. Dass beim Auseinanderschrauben einige rostige Bolzen ausgebohrt werden mussten, ist an sich gar nicht mehr der Rede wert. So war ich aber nach einem recht produktivem Tag soweit, gut 100 Teile ins Auto nach Berlin zu verfrachten. Denn nächste Woche geht’s endlich das erste Mal zum Beschichter!

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6 Gedanken zu “Schleifarbeiten

  1. Hallo Sven,

    nachdem ich das Zerlegen von Spencer nun schon von Anfang an verfolge und ja auch schon mehrfach angedroht habe vorbei zu schauen, muss ich dies doch jetzt endlich mal tun. Es ist immer wieder eine Inspiration und Anregung deine Berichte zu lesen!
    Mach weiter so!

    Gruß Stefan

  2. @Hauptbremszylinder

    Ich spende einen für Dein Projekt..:)
    Der muss dann zwar auch überholt werden, ist aber nicht so verbeult…
    Lass mal Postdaten kommen.

    achteckig

    Karsten

  3. Hallo Sven,
    @ Moto-Lita Lenkrad. Ich weiss nicht, wie hochglänzend Dein Lenkrad werden soll. Meins ist neu und daher spiegelblank. Bei tiefstehender Sonne im Rücken blendet das ganz schön. Ich habe mir schon überlegt, es etwas zu mattieren. Weiss nur noch nicht wie.
    Weiterhinn viel Spaß
    Gruß Dieter

  4. hey dieter, das mit dem mattieren solltest du dir sparen können, wenn dich das nicht schon beim nächsten mal zur weißglut bringt. denn die alu-lenkräder werden im laufe der zeit von selbst etwas matter. weniger durch kratzer, die man ja vermeiden kann, aber es bildet sich eine stumpfe oberfläche, was fast mit oxidation verglichen werden kann. das kenne ich von polierten alutanks auf motorrädern genauso wie von lenkrädern aus leichtmetall. luft, schweiß von der fahrerhand etc. reichen da schon aus.
    auf jeden fall: gute fahrt mit der sonnen im rücken! 🙂

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