Farbe für die Kleinteile Vol. 1

Durch das Strahlen fast aller Motor-, Karosserie- und Fahrwerksteile hatten sich hier und da bereits erste Flugrostspuren gebildet. Also musste gehandelt werden, bevor der Teufel der Korrosion wieder zuschlägt: Lack drüber! Mein Vater tat mir daher den Gefallen und zog in der letzten Woche die Schweißnaht des ganz leicht perforierten Steuerkettendeckels nochmals nach. Nur ein wenig Putzarbeit war noch nötig und das Blechteil konnte mit Rostschutz grundiert werden. Wie auch der erste Seitendeckel des Motorblocks erhielt er anschließend einen Lacküberzug in MG-Maroon.

Nach dem Grundieren von ein wenig Krimskrams (Motorhaubenschloss, Lenkradnabe, Ölmessstab, Lenkgetriebe etc.) widmete ich mich nun wieder dem Problemfall Heizungskasten. Die erste Rost- und Füllschicht am westerwellisch vernarbten Blech hatte ich schon beim letzten Mal aufgetragen und angeschliffen. Allerdings war der verwendete Füller nicht sonderlich gut. Mit einer anderen Marke konnte ich nun wesentlich bessere Ergebnisse erzielen und verbrachte so den Nachmittag mit Spraydose und Nassschleifpapier.

Wirklich ärgerlich, weil zeitraubend war der vergebliche Versuch, die alten Lager des Differentials zu entfernen. Es konnte sich nämlich partout kein geeigneter Abzieher finden. Also muss ich mir hierfür einen Profi mit entsprechendem Werkzeug suchen. So blieb zumindest Zeit, die Anlaufscheiben vom Zahnrad der Antriebswellen zu prüfen. Die alten, bereits verwendeten Metallscheiben aus dem Differential konnten sich in Sachen Maßhaltigkeit gut gegen die Neuware aus Komposit behaupten, weshalb ich den alten Ringen eine zweite Chance gewähre.

Dank eines länger zurückliegenden Kaufrauschs gab’s trotzdem noch ein Happy End. Denn ich konnte den Bestand meiner Edelstahlschrauben wieder etwas auffrischen. Beim Ebay-Anbieter erwarb ich gute Qualität zum fairen Preis: fast 1.200 Schrauben, Scheiben und Muttern für etwa 90 Euro. Eine erste Einsatzmöglichkeit bot sich bei der finalen Montage des Getriebedeckels am künftigen Ford-Schaltwerk. Bis ich dort wieder schalten und walten kann, vergehen aber wohl noch ein paar Tage…

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3 Gedanken zu “Farbe für die Kleinteile Vol. 1

  1. Hallo Sven,

    sehr schöner Blog. Komme selbst aus Berlin und fahre einen GT in citron yellow den ich nach einem mehrjährigen Aufenthalt in UK mitgebracht habe.

    Nun aber zum eigentlichen Kommentar: soll der Heizungskasten so bleiben? Ist das primerose? In schwarz mit dem richtigen Satz Aufkleber (http://www.ebay.co.uk/itm/MG-MGB-GT-V8-set-of-3-HEATER-STICKER-LABEL-/160764313432?pt=UK_CarsParts_Vehicles_CarParts_SM&hash=item256e4cbf58) sieht der doch gar nicht so schlecht aus. Außerdem hab ich gesehen das du dir nen Oelkuehler besorgt hast. Das ist ne feine Sache, kann aber auch zu permanenter Unterkühlung führen. Würde deshalb auf jeden Fall nen Ölthermostat mit einbauen.
    Viele Gruesse,

    Kevin

  2. hey kevin!
    schön, dass sich hier ein weiterer gt-fan aus der hauptstadt outet…
    zu deinen tipps: den ölkühler brauche ich auf jeden fall, weil ich mit meinem gt irgendwann auch mal im sommerlichen stau auf der stadtautobahn bestehen will – also ein „must have“, natürlich inklusive thermostat und ggf. auch mit e-lüfter für den kühler. was den heizungskasten angeht: da kommt natürlich noch schwarzer lack drauf. der beigefarbene füller ist ja nicht wirklich der allerletzte schrei… 🙂
    schon bald gehts weiter…
    grüße! sven

  3. Tja, der Heizungskasten … ich hatte Dir ja ein gutes Exemplar angeboten … 🙂
    Wer nicht hören will muss schleifen ..

    Du machst schöne Fortschritte. Chapeau.

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