Kampf an allen Fronten

Tausend Baustellen und keine Ende… Ja, aber trotz nicht zu vernachlässigender Komplexität des gesamten Projekts und unzähligen alten und neuen Teilen im Lager geht es irgendwie langsam voran.

Im MGDC-Forum fand ich sehr gut erhaltene Stoßstangen eines MGC für kleines Geld, die mir sogar kostenlos nach Berlin geliefert wurden. Toll! Spencers Stoßstangen waren zumindest hinten ziemlich verkratzt und verbeult, so dass sich die Neuanschaffung lohnt.

Mit meinem Schwager, seines Zeichens Fachmann für Medientechnik, habe ich die Konzeption der Audioanlage einen Schritt weiter gedacht: Das „originale“ Radio wird wohl aufgrund seiner technischen Leistung – oder besser: deren Abwesenheit – keine Option sein. Die vielen anderen Möglichkeiten – klassisches oder modernes Radio, Boxen im Fußraum, im Kofferraum… – sind nun ein wenig ausgedünnt. Mein aktueller Favorit: Ein klassisch anmutendes Gerät mit zeitgemäßen Innereien und AUX-Eingang, dazu Hochtöner unterm Cockpit und richtige Boxen für satten Bass unter der B-Säule, ergänzt durch eine versteckte Antenne. Mal sehen, ob sich dafür passende Komponenten und dezente Verkleidungen finden lassen. Die schlichte Optik des Cockpits soll ja nicht darunter leiden.

Nach der Theorie ging’s wieder in die Praxis: Den erst 2 Jahre alten Anlasser habe ich nur gesäubert, lackiert und etwas gefettet. Die Motorentlüftung wurde gereinigt und lackiert, die Ölpumpe und der Sumpf wurden ebenfalls vom Dreck befreit und optisch geprüft. Ich werde die Innereien der Ölpumpe demnächst sicher erneuern, denn beim Engländer ist Öldruck ja die halbe Miete und ich will auf Nummer Sicher gehen…

Sehr flott waren die Jungs vom MGOC: Sie sendeten mir nur zwei Tage nach Bestellung einen kompletten Aufklebersatz und das Heizungskit aus England. Während die Sticker erst mal ins Lager flogen, war die Heizung ein heißer Kandidat auf Sofort-Installation.

Unter anderem ist im Buch von Roger Williams von den damit verbundenen Upgrade-Möglichkeiten die Rede. Ziel dabei ist die Heizung des B effizienter zu gestalten. Dies geschieht mit einem besseren Wärmetauscher, einem zweistufigen und stärkerem Motor sowie einem größeren „Hamsterrad“. Die Bilder des Vergleichs Alt gegen Neu liefern zunächst nur wenige Hinweise auf mehr Power. Allein das Lüfterrad ist wesentlich größer, der Motor dreht kräftiger. Am Wärmetauscher erkenne ich keine wesentlichen Unterschiede, doch der alte war sowieso Leck geschlagen.

Da mein Heizungskasten schon lackiert war, hoffte ich auf eine Plug and Play-Installation. Doch falsch gedacht. Zunächst stand dem einfachen Zusammenbau ein Luftleitblech innerhalb des Heizungskastens im Weg, das zwischen Lüfterrad und Wärmetauscher passen sollte. Hier war der Raum aber zu knapp. Mit der Flex konnte das Thema jedoch schnell behoben werden. Dann wiederum waren Schrauben, die den Motor im Kasten halten, zu lang, so dass sie im Inneren am Lüfterrad anschlugen. Also mussten kürzere Schrauben her und der Motor musste durch Unterlegscheiben noch ein wenig nach außen distanziert werden. Dann passte alles.

Weil ich während der Arbeiten dem empfindlichen und wenig gelungenen Lack des Heizungskastens ein wenig „Patina“ verpasst hatte, werde ich konsequent sein und das Blech nochmal professionell in glänzendem Schwarz pulvern lassen. Schließlich ist die Heizung auch optisch ein wesentlicher Bestandteil des Motorraums und soll nicht schon beim Einbau alt aussehen.

Weitere Baustellen werden sich schon bald auftun, wenn das Kit für die Ford-T9-Getriebe-Installtion geliefert wird, alle Blechteile eintrudeln, ein neuer Tank auf der Werkbank liegt oder haufenweise Kleinkram für Lenkung, Bremsen und Achsen im Lager liegen. Besonders freue ich mich außerdem auf den neuen „Aston-Style“-Tankdeckel, der künftig in der C-Säule platziert wird. Es wird also noch ein lustiger Sommer in der Werkstatt…

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5 Gedanken zu “Kampf an allen Fronten

  1. Hallo Sven
    betreffend Autoradio: schau dir doch mal das „Telefunken Classic 30 Retro“ an…dieses feine Ding mit unschlagbarem Preis- Leistungs- Optik- Verhältnis habe ich in meinem B GT Mk. 1 von 1967 (ungeschweisst und Erstlack) verbaut und habe eine Menge Spass
    damit 😉
    Mit Gruss aus der Schweiz…Felix

  2. Hallo Sven, vielen Dank für die Blumen 😉
    Die Haptik macht Spass, die schwarzen an Bakelit erinnernden Regler sind fein geriffelt auf der Aussenseite, der linke Regler für die Lautstärke „zackelt“ richtig schön satt beim drehen, der Rechte ist mehr ein Tipp- Schalter, d.h. nach rechts oder links wippen mit einem satten Federanschlag, damit bewegst du die Titel vor- oder rückwärts, ich habe eine 16GB SD Karte immer drin, darauf finden etwas über 1000 mp3 Songs aus den 60/70-ern Platz, das reicht meiner Meinung nach füllig…das ganze läuft über vom Vorbesitzer installierte, etwas ältere 3- Wege Pioneer- Boxen (im 8-Eck Design!) , welche auf schwarz lackierten Holzplatten montiert eingebaut, jeweils im hinteren linken und rechten Fach der Radkästen bei den Rückleuchten ihren Platz gefunden haben…ich habe das Ganze des Designs und der „originalen“ Historie wegen gleich so gelassen, der Sound ist gut und übertönt den sonoren Klang des Gussklumpens leicht, falls gewünscht…auch sehr gute Erfahrungen habe ich mit den mattschwarzen 2-Wege Aufbauboxen im Monitor- Design in satter, schwerer Metallausführung von Blaupunkt gemacht, tönen richtig gut und sind gut irgendwo versteckt unterzubringen, siehe „Blaupunkt CB 4600“

    Grüsse…Felix

  3. Nachtrag: Als ich gestern bei Classic Wheels war, fragte ich nach deren Audio-Favorit für britische Klassiker. Was holte Axel aus dem Lager? Das Telefunken Classic! Sah ganz gut aus und wenn man nicht gerade Haptik-Fetischist ist, kann man damit wohl gut leben. Es steht damit jetzt wohl auf der Einkaufsliste… Danke für den Tipp, Felix!

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