Zwei exklusive Schönheiten

Nummer Eins: MGC GTS Sebring

Gestern machte ich einen kleinen Abstecher nach Zehlendorf zu Axel Schmutzler. Er hat das richtige Werkzeug, um die Buchsen meiner Achsschenkel mit der Reibahle anzupassen. Unterm Strich ist das günstiger, als das teure Werkzeug selbst zu kaufen. Man nimmt die Vorderachse ja nicht jeden Tag auseinander. Das aber nur nebenbei.

Beim Wandeln durch Axels heilige Hallen, bis zum Rand vollgestopft mit allerlei britischem und exzentrischem Gerät, trafen die Blicke meiner trüben Augen auf ein dunkelgrünes Knallbonbon. Der MGC GTS entpuppte sich als seriöse Sebring-Werksreplika, die sich zumeist RMO699F („Romeo“) oder MBL546E („Mable“) zum Vorbild nehmen. Doch die Kiste ist kein dilettantisch mit Fiberglas verbreiterter Gummi-B aus den 80ern, sondern ein authentisches Renngerät nach allen Regeln der Kunst. Dreifach-Weber-Sechszylinder (260 PS), dicke Minilites, Alukarosserie und all das Zeug, das MG Works früher auf den Rennstrecken dieser Welt in die Kurven warf, stehen bereit. Die Aufnahme der hinteren Dämpfer oder die durchlöcherten Flügelmuttern zeugen von großer Liebe zum Detail. Ein Bildschöner Wagen, der sich aber leider bereits in sechsstelligen Euro-Regionen befindet. Trotzdem ein Augenschmaus, auch wenn die tierisch rauschenden Handybilder dem Wagen nicht gerecht werden.

Nummer Zwei: Abarth 204

Eines der – in meinen Augen – wohl schönsten Fahrzeuge aller Zeiten (ja!) lernte ich erst vor kurzem kennen. Ich surfte gerade virtuell auf dem Lago Maggiore zur Villa d‘ Este, um dem Concorso d‘ Eleganza meine Aufwartung zu machen (da muss ich übrigens wirklich mal hin). Mich traf der Schlag, als ich die opulenten und trotzdem geradlinigen Formen des Abarth 204 das erst Mal sah. Sofort fragte ich mich: Wie habe ich all die Jahre ohne das Wissen leben können, dass ein solches Wunderwerk der Technik auf seinen Schmalspurreifen über unsere Straßen rollt???

Daher die Frage: Wo kann man so ein seltenes Exemplar oder dessen Nachfolger 205 mal in Natura sehen? Weil ich leider nicht im Besitz eigener Fotos bin, verlinke ich einfach mal auf die Bildersuche von Herrn Google.

Ich glaub, mein Bildschirm ist angesabbert…

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2 Gedanken zu “Zwei exklusive Schönheiten

  1. Hallo Sven,
    was den Wagen anbelangt, gebe ich Dir unumwunden recht. Ein ausnehmend schönes Fahrzeug. Wengleich es bei mir nicht unbedingt die erste Stelle einnehmen würde.
    Was die Villa d‘ Este anbelangt, bist Du allerdings vom rechten Weg abgekommen. Diese liegt nicht am Lago Maggiore, sondern am Comer See bzw. Lario wie er von den Anwohnern genannt wird. Zumindest stand sie im April noch dort, wie ich mich mit eigenen Augen überzeugen konnte. Der See, die Villa/Villen und das ganze Umland sind ein Gesamtkunstwerk und die Straßen schmal, eng und griffig – genau richtig für einen MG!

    Für mich ganz bestimmt der schönste der norditalienischen Seen – und zur Villa d‘ Este will ich auch mal zum Concorso d‘ Eleganza. Da können wir gern mit 2 Fahrzeugen hin :o)

    Viele Grüße Stefan

  2. Danke für den Tipp, habe ich natürlich falsch geschrieben – ist schon geändert. Ich war vor gut zwei Jahren zuletzt in Como und Umgebung, 5 Tage Alpenpässe mit meiner Guzzi (dann muss man natürlich auch nach Mandello). Auch ich kam aus dem Träumen nicht wieder raus. Ein gradioses Fleckchen Erde!
    Wenn Spencer wieder läuft, können wir gern eine Tour dahin machen… 🙂

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