Weg ist er!

Eigentlich war ich vom Fortgang der Restaurierung – oder besser gesagt vom Mangel daran – zuletzt wenig begeistert. Das hat sich gestern geändert, denn wieder mal ist ein sehr wichtiger Meilenstein ins Rollen gebracht worden. Spencer hat die Hobbywerkstatt verlassen und steht nun bei den Jungs von Oldtimer Ehm im nordbrandenburgischen Althüttendorf. Es war eine Nacht- und Nebelaktion…

Die Firma in der Provinz macht so gar nicht alltägliche oder gar provinzielle Arbeit. Paul, der Chef, ist Profi in Sachen Oldtimer und hat eine gewisse Neigung zum älteren Volkswagen, weshalb klassische Käfer, diverse heiße Gölfe, aber auch 80er Jahre Big-Bikes und andere Oldies diverser Ursprünge seine Hallen bevölkern. Und natürlich finden dort vor allem Kundenprojekte Ihren Platz, mit denen sich Mechaniker, Karosseriebauer und Lackierer die Zeit vertreiben.

Spencer wurde für den Weg dorthin vor einigen Wochen final vorbereitet und konnte gestern Abend – nachdem ich den Arbeitstag und den damit verbundenen Berliner Feierabendverkehr endlich hinter mich gebracht hatte – gegen 19:00 Uhr mitsamt Gestell auf den Transporter geladen werden. Wieder einmal muss ich mich in diesem Zusammenhang bei meinem Vater bedanken, der mir nicht nur immer mit Rat und Tat zur Seite steht, sondern auch problemlos seinen alten Transit zur Verfügung stellte.

Nachdem Spencer festgeschnallt war, ging’s raus in die Nacht. Der Weg von meiner Garage nach Althüttendorf führt einmal quer durch die Landkreise Oberhavel und Barnim. Nichtwissenden muss hierzu gesagt werden: Das ist nur Wald und Wiese! Entsprechend aufmerksam muss man deshalb des Nachts über die Landstraße eiern, weil sich dort nicht nur Fuchs und Hase, sondern auch Wildschwein, Reh, Dammwild und Co. gute Nacht sagen. Begegnet sind mir am Abend in der Tat alle…

Paul wartete gegen 20:00 Uhr bereits mit Kollegen in seiner Werkstatt und Spencer fand schnell den Weg in die heiligen Hallen. Wir machten zunächst eine Bestandsaufnahme der gelieferten Teile und des Teilprojekts. Wo kommt der Ölkühler hin? Wie werden wir den Tankstutzen in die C-Säule einbringen? Welche Option haben wir hier? Was ist dort am besten geeignet? Gemeinsam haben wir schnell, unkompliziert und sehr schlüssig Lösungen für alle akuten Fragen gefunden. Einige Ersatzteile hatte ich direkt dabei, um etwaige Anpassungsarbeiten absehen zu können. Weiteren Kleinkram (Türschlösser etc.) werde ich demnächst noch nachliefern.

Nachdem inhaltlich alles klar war, konnte ich mich noch ein wenig umschauen. Der Lackierer machte gerade kleine Anpassungsarbeiten an einem alten 600 PS-Chevy, daneben stand ein motorloser Käfer – alles in allem ein Ambiente, in dem sich Spencer über die nächsten Monate wohl fühlen wird. Paul zeigte mir dann noch eine seiner letzten „Übungsarbeiten“ – die Nachbildung eines XK-Kotflügels – welcher durch Geduld und Talent quasi aus dem Nichts entstand. Sehenswert war außerdem die Unterbodenbeschichtung mittels PU-Masse am Golf I-Koti. Das dauerelastische und lackierfähige Material ist offenbar eine gute, weil moderne Alternative zum klassischen Unterbodenschutz.

Ach ja, erwähnen möchte ich noch, dass ich mit Paul einen formlosen Vertrag über alle Arbeiten geschlossen habe, der Umfang und Preis genau festlegt. Im gemeinsamen Interesse wird so Sicherheit geschaffen. 50% der Summe habe ich dann sofort bar bezahlt und den Rest gibt’s bei Abholung des dann hoffentlich auferstandenen Spencers.

Eine Übersicht der beauftragten Arbeiten befindet sich übrigens hier.

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