Schweißarbeiten Vol. 3

So, endlich konnte ich Spencer mal selbst einen Besuch in Althüttendorf abstatten. Ich hatte gestern die Chance, mir einen Eindruck von den bisherigen Arbeiten zu machen und konnte auch mit Tristan, einem der Angestellten und Lackprofi, über das Projekt sprechen.

Wie es sich gehört haben die Jungs mit ihren Arbeiten am Heck angefangen – ich hatte ja schon ein paar Bilder veröffentlicht. Mittlerweile ist die linke hintere Seite mit dem Plasmaschneider komplett offen gelegt worden. Der neue Kofferraumboden ist auch schon drin. Auch wurde in diesem Zug die verbeulte Längsstrebe links neben dem Kofferraumboden erneuert und das Heck ein wenig mit der Hydraulikpresse zurechtgestutzt. Ein früherer Unfallschaden, der gute Spaltmaße am Kofferraum bisher vereitelte, forderte diesen Aufwand.

Das Schließen des Tankdeckels hatte ich ebenfalls bereits gezeigt – interessant ist dabei, dass sich Paul Ehm offenbar beim alten Kotflügel bedient hat, um das Loch mit einem Flicken zu schließen. Warum auch nicht?! Im Übrigen haben die Karosserieprofis herausgefunden, dass der Kotflügel mindestens der dritte ist, den Spencer herumgefahren hat. Künftig reicht ihm dann wieder eine Haut…

Durch die tiefen Einblicke in die Karosserie kann man auch nochmals eine Bewertung der KTL vornehmen. In der Tat ist die schwarze Schutzschicht in nahezu alle Ritzen und versteckten Räume geflossen – sehr schön sichtbar beim nun offenen Längsträger über der Hinterachse. Es wird aber deutlich, dass auch hier Grenzen gesetzt sind, bspw. wenn geschweißte Bleche so eng miteinander verbunden oder Ritzen verschmutzt sind, dass die KTL-Brühe nicht wirken kann, der Rost aber trotzdem irgendwie seinen Weg findet. So geschehen unter anderem an den vielen Nahtstellen zwischen Innenkotflügel und Längsträger. Die auf den Bildern ersichtlichen rotbraunen Flecken wären sicher kein Anlasse für baldige Intervention, doch stutzten sie die Erwartungen an ein KTL-Bad auf ein realistisches Maß zu recht. Die Chemie kann eben doch nicht alles, weil das Blech auch Grenzen setzt. Trotzdem hilft der schwarze Schein immer wieder, kritische Stellen schnell zu erkennen.

In den nächsten Wochen wird die linke Seite mit Neuteilen geschlossen, so dass dann die rechte Seite dran glauben kann. Es geht also Stück für Stück weiter. Schon jetzt hat sich allerdings ein beträchtlicher Haufen Schrott angesammelt.

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