A (never) ending Story

Über die Feiertage ergab es sich leider nicht, an Spencers Organen weiter herumzudoktern. Gestern war es aber wieder soweit…

In der Vergangenheit hatte ich diverse Arbeiten an den Radträgern durchgeführt, durch meinen „Learning by Doing“-Ansatz aber oft sehr viel Zeit verschwendet oder sogar nacharbeiten müssen. Unter anderem vergaß ich einmal, die Bremsstaubbleche und die Bremsscheibe auf der Radnabe zu montieren, was den ungefederten Massen sehr entgegenkam, aber an der künftigen Bremsleistung des Wagens ein wenig zweifeln ließ. Alles musste daher wieder auseinander gerupft werden – damit einhergehende Kratzer im Lack sowie ein defekter neuer Simmering inklusive. Peinlich, peinlich…

Es war also alles sehr müßig, denn der gefühlte Fortschritt beschränkte sich immer auf ein Minimum. Doch gut Ding will offenbar Weile haben und so ergab es sich gestern, dass ich doch ein wenig vorankam. Der erste Schritt bestand also in der (diesmal durchdacht umgesetzten) Komplettierung der Achsschenkel: Bremsstaubblech mit Dichtmittel (Hylomar) zum Schutz vor eindringender Feuchtigkeit versehen und montieren, danach den Dichtring einlegen und das innere Lager mit Fett korrekt platzieren.

Da die Radlager schon vor etlichen Wochen mit Shims eingestellt wurden, konnte ich direkt mit der Fertigstellung der Radnabe weitermachen: Neue Bremsscheibe mit Originalschrauben befestigen, Lagerschalen von innen einfetten und dann den Radträger durchstecken. Sehr hilfreich dabei war ein kürzlicher Neuerwerb. Ich habe nämlich zwei gummibeschichtete und magnetische Klemmbacken für den Schraubstock besorgt, so dass dieser nicht unschöne Riefen im eingeklemmten Material hinterlässt. Das funktioniert super.

Am Ende wurden in der Radnabe die zwei Unterlegscheiben komplettiert, die Mutter mit 54 Nm festgezogen sowie ein Splint zur Sicherung eingeschlagen. Die Fettkappe kam ganz am Ende drauf. Fertig war das Ding. Und der Schrauber in mir war erleichtert. Der rechte Radträger wird in Kürze in Angriff genommen.

Aufgrund akuten Platzmangels durch den Erwerb der Drehbank in der Garage musste allerdings noch an anderer Stelle interveniert werden – ein Fundament für die große Maschine muss her! Der alte Boden des früheren Kuhstalls besteht zum Glück nur aus in Sand gelegten Mauersteinen, die man mit viel Kraft aus Ihrem Verbund treiben kann. Nach dem Aufmaß des nötigen Fundaments (140 x 45 cm) ging es daher mit Hammer und Stemmeisen ans Werk. Nach einer guten Stunde klaffte eine offene Wunde im Boden der Werkstatt. Dieses Loch werde ich demnächst vertiefen, mit Zementmörtel füllen und dann einen geraden, waagerechten und stabilen Stand für die Drehbank schaffen.

Advertisements

2 Gedanken zu “A (never) ending Story

  1. Hallo Sven,

    ein Perfektionist ist ja eine Luftpumpe im Vergleich zu dir ! Wenn mein 911er mal fällig ist, melde ich mich bei dir…! Weiterhin frohes Schaffen und alles Gute für 2013.

    Gruß
    Stefan

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s