Bilanz nach zwei Jahren

Ich hatte vor einem Jahr Bilanz zum Fortgang des Projekts gezogen und will dieser Tradition gern auch nach zwei Jahren entsprechen. Denn es bietet sich so die Möglichkeit, auf das (nicht) Geschaffte zurückzublicken.

2012 war eigentlich ein gutes Jahr. Denn trotz des größten Problems, nämlich Zeit für das Projekt zu finden, ist viel passiert. Der Umstand des Zeitmangels soll jedoch Erwähnung finden, weil ich denke, dass sich viele ähnlich ambitionierte Hobbybastler mit dem gleichen Problem konfrontiert sehen. Und eine Lösung hierfür ist schlicht nicht existent. Man will sein Privatleben fernab der Oldtimerei ja nicht gänzlich aufgeben. Und arbeiten muss man auch, um all die Rechnungen bezahlen zu können.

Als Freund der Statistik daher ein kurzer Ausflug in die Welt der Zahlen: Im ersten Jahr investierte ich 187,5 Stunden reine Handarbeit in das Projekt – in 2012 waren es mit 163 Stunden nur 87% des Vorjahres. Im Mittel stand ich also knapp 4,5 Stunden pro Schraubertag in der Garage, wovon es in im letzten Jahr genau 37 gab. Man kann daher davon ausgehen, dass mehr als 200 Stunden nur denen zuzutrauen sind, die unmittelbar bei/in/auf/neben Ihrer Werkstatt wohnen. Ich hingegen muss mindestens 45 Minuten Fahrzeit in einer Richtung auf mich nehmen, um überhaupt einen Maulschlüssel zu Gesicht zu bekommen. Von den Benzinkosten reden wir an dieser Stelle lieber nicht…

Doch es gibt auch Positives zu berichten: Zunächst einmal habe ich viele interessante Leute durch das Hobby kennengelernt, was eine wirkliche Bereicherung ist. Meine handwerklichen Fähigkeiten haben von der Zeit in der Werkstatt ebenso profitiert. Und über die mehr als 200.000 Klicks im Blog freue ich mich natürlich auch. Maßgebliche Investitionen in neue Teile – bspw. Bleche, Speichenfelgen oder das T9-Getriebe-Adapter – minderten zwar massiv den Kontostand, bringen die Arbeiten aber auch voran. Die 2012er Highlights für mich waren:

–           Strahlen und Pulvern diverser Teile

–           Erwägung der Restauration in Polen (aus Zeitgründen aber verworfen)

–           Überholung der Hebelstoßdämpfer in den USA

–           Renovierung des T9-Getriebes

–           Montage der Hinterachse mitsamt Differential

–           Grundüberholung des Motors bei UMAP

–           Großeinkauf bei diversen Händlern

–           Weitgehende Montage der Vorderachse

–           Abstimmung zur Farbwahl (mit noch immer offener Entscheidung meinerseits)

–           Zerlegung und Überholung unzähliger Teile

–           Beginn der Blecharbeiten bei Oldtimer Ehm

–           Ausbau der Werkzeugausstattung

–           Leider auch Verkauf meiner Guzzi zur Sicherung der Finanzierung dieses Projekts…

Fest steht spätestens jetzt, dass der Zeithorizont von drei Jahren viel zu kurz gewählt war. Das erklärte Ziel ist daher neu definiert – Spencer soll (spätestens) zu seinem 50. Geburtstag wieder durch die Lande rollen. Das wäre dann 2016… Ich hoffe also, dass 2013 den nötigen Fortschritt bringt: Der Motor soll zumindest weitgehend fertiggestellt werden, die Anpassungen aller Bleche  an meine individuellen Umbaumaßnahmen stehen an, so dass daraufhin hoffentlich auch eine wie auch immer geartete Lackschicht aufs Metall kommt. Damit käme dann auch der Punkt, an dem erstmals wieder Teile am Wagen montiert statt abgeschraubt werden. Die Richtung steht also fest…

Euch alles Gute in diesem noch jungen Jahr!

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