Think Zink

Das ging aber flott! Nur zwei Tage, nachdem ich bei Otto Deutsch einige Teile zum Verzinken abgegeben habe klingelte das Telefon: „Ihre Autoteile sind abholbereit…“. Also los – der Laden ist ja nur zehn Minuten von mir entfernt. Vom Ergebnis bin ich wirklich überrascht. Der Auftrag ist sauber bearbeitet worden – Gewinde wurden abgeklebt und es gibt keine „offenen“ Stellen durch das Aufhängen der Bauteile. Jedoch ist die Oberflächenbeschaffenheit völlig anders als erwartet.

Am besten ist das Finish mit Sandpapier zu vergleichen – das Foto des Kofferraumschlosses zeigt das sehr gut. Ich kenne verzinkte Oberflächen bspw. von Ständerbau und natürlich von Autoteilen, jedoch mit einer glatten Oberfläche. Der raue Eindruck nach dem Spritzverzinken ist mir daher völlig neu. Von zu grobem Strahlgut kann dies wohl nicht herrühren, weil bspw. an der Achse der Hebel für die Sitzschienen die Oberfläche des Metalls nicht gänzlich beschichtet und noch glatt war. Die Zinkschicht allein ist offenbar für die grobe Struktur verantwortlich.

Auf jeden Fall bot sich mir damit gestern die Chance, die Teile zu verbauen. Zunächst bekamen die Türschlossaufnahmen der B-Säule Ihre Anschlagplättchen aus Kunststoff zurück. Vier Nieten – fertig. Dann konnte ich die Sitzschienen montieren, wobei ich mir jetzt die Frage stelle, wie schnell entweder die Pulverbeschichtung oder die verzinkte Oberfläche beim Verschieben des Sitzes verschleißen werden. Time will tell. Der Rest der Zinkteile wanderte erst mal ins Lager.

Ich nahm dann eine neue Großbaustelle in Angriff: Die Chrom- und Zierleisten der Fenster sowie das Innenleben der Türen. Beide Dreiecksfenster werden wohl überarbeitet und dann neu verchromt, denn der Zahn der Zeit hat hier durchaus seine Spuren hinterlassen. Mit viel Ausdauer, Spiritus und feinster Stahlwolle habe ich dann die von Lackresten, Flugrost und Gummikleber verschmutzten Fenster-Zierleisten der Seitentüren gereinigt. Das Ergebnis kann sich nun wirklich wieder sehen lassen. Demnächst werde ich die Teile nochmal bei meinen Freunden von Urban Motor maschinell polieren, so dass der Edelstahl wieder seinen vollen Glanz erhält.

Weiter ging es mit den Innereien der Türen. Die Gestänge für das Türschloss habe ich gründlich entfettet, gereinigt und dann mit silberner Zink-Rostschutzfarbe lackiert. Genauso erging es danach den Fensterhebern, welche noch ganz gut in Schuss sind. Lediglich die verrosteten Spannfedern habe ich in Fertan eingelegt und hoffe, dass sie in ein paar Tagen wieder wie neu aussehen. Es folgte ein finaler Anstrich für die Hebelei und mein Tageswerk war vollbracht.

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