Gute Nachrichten

Warum? Nun ja, zunächst mal findet sich auf Marten Website einfachgefragt.com, der quer durch die Bank Menschen mit mehr oder weniger berichtenswerten Hintergründen interviewt, ein kleiner Dialog über meine Leidenschaft fürs automobile Altmetall.

Viel wichtiger aber ist, dass es heute wieder in der Werkstatt voran ging. Die Cockpit-Anzeigen werden schon in Kürze auf der Arbeitsbank eines Berliner Instrumente-Profis landen, um ein wenig aufgehübscht zu werden. Denn in der Vergangenheit hatten sich selbsternannte Experten daran gemacht, die schönen Skalen mit schwarzem Kunststoff und den üblichen Chromringen zu verschließen. Im Detail geht das ganz sicher besser. Und den Drehzahlmesser hatte ich noch nie lebendig erlebt – auch das soll sich ändern. Der Tacho bleibt noch bei mir, denn dessen Übersetzung wird erst an das Ford-T9-Getriebe angepasst, um die Geschwindigkeit korrekt anzuzeigen.

Auch im Fensterbereich geht’s weiter. Die alte, noch brauchbare Schiene des Kurbelfensters habe ich entrostet, gereinigt und wie das Neuteil der anderen Seite (das im Detail minimal abweicht) schwarz lackiert. Schließlich wird’s in der Tür schneller als nötig feucht und damit auch rostig.

Bei Spencers verchromten Dreiecksfenstern, die ziemlich verpickelt sind, habe ich endlich mit Hilfe des Limora-Katalogs eine finale Bestandsaufnahme machen können und weiß jetzt, welche Teile noch benötigt werden. Dabei fiel mir erstmals auf, dass sich meine Hebel für die Ausstellfenster links wie rechts unterscheiden. Der spitze, leicht gebogene Hebel ist für mein 1966er Baujahr original, der gerade Kollege wurde eigentlich erst ab Ende 1967 verbaut. Klar, dass das wieder korrigiert wird. Ein paar Edelstahlschrauben für die Scheibenrahmen habe ich bereits bei Max Witte besorgt – darunter auch ziemlich kleine Schräubchen mit nur 3 mm starkem Kreuzschlitzkopf. Die restlichen Teile dafür (leider nicht wenig…) werde ich schon bald in England bestellen.

Die Glasscheiben selbst habe ich – soweit möglich – gereinigt, bin dabei aber an meine Grenzen gestoßen. Denn an Stellen, die eigentlich an Dichtgummis grenzen, befindet sich eine äußerst hartnäckige Schicht eingefressenen Drecks auf dem Glas, die sich selbst mit Abbeizer oder harter Haushaltschemie und tagelangem Einwirken nicht entfernen ließ. Bei der Windschutzscheibe stehe ich vor dem gleichen Problem. Vielleicht weiß jemand Rat, wie man diese Verschmutzung doch noch lösen kann???

Mit Feintuning ging’s am Heizungskasten weiter. Hier habe ich noch ein paar Gewinde nachgeschnitten, letzte Spannungen aus dem Blech geholt und die Einzelteile pro forma zusammengefügt. Jetzt passt alles und ist damit fertig fürs abschließende Lackieren. Ach ja, auch die Halterungen der Türschlossfallen sind jetzt gereinigt und wurden mit Zinkspray lackiert.

Eine letzte Optimierung musste ich dann am Abend noch vornehmen: Die alte Heizungsleitung ist ob ihrer authentischen Patina und der Farbgebung ein wahrer Augenschmaus, war aber doch arg verbeult. Eine aus Metall gefertigte Stange für den Gartenbau habe ich deshalb kurzerhand als Werkzeug zweckentfremdet. Statt Bohnen rankte daran kurzfristig ein kupfernes Heizungsrohr. Ich schnitt nämlich ein Gewinde in das gerade Ende, befestigte darauf eine rundgeschliffene M6-Mutter und konnte so das Heizungsrohr von innen ausbeulen. „Beulenprofis“ werden darüber sicher lachen, für mich war dies aber durchaus zweckdienlich – und erfolgreich…

Advertisements

2 Gedanken zu “Gute Nachrichten

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s