Für Durchblick sorgen

Glas spielt gerade eine entscheidende Rolle in der Werkstatt. Denn dort liegen schon seit längerem neue Seitenscheiben für die Türen bereit. Die alten – wohl originalen Gläser von 1966  – waren durch Schmutz in den Dichtungen über Jahrzehnte hinweg doch arg zerkratzt worden. Ein Einbau kommt für mich daher nicht mehr in Frage.

Zu retten hingegen waren in meinen Augen die Metallschienen, welche die Gläser am unteren Ende einfassen. Durch den Zahn der Zeit zwar arg verrostet, aber immer noch massiv, werden sie wohl auch für das neue Leben von Spencer taugen. Nach teils rabiatem Einsatz der harten Metallbürste auf der Bohrmaschine hat nun eine Schicht Roststopp-Grundierung ihren Dienst angetreten. Sie wird demnächst einem finalen Anstrich in Schwarz als Basis diesen.

Neben dem Erwerb weiteren Edelstahl-Befestigungs-Kleinkrams – unter anderem für die Sitzschienen und die Einstellung der Rückenlehne mittels Linsenkopfschraube – wurde noch ein wenig an der Frontscheibe „gefeilt“. Zunächst mussten die letzten Aufkleber weichen, welche Vorbesitzer in der Steinzeit als Schmuck und Zeichen der Zugehörigkeit zur MG-Elite appliziert hatten. Dichtungsentferner (wow, gibt’s jetzt auch als Gel…!) war diesem Job durchaus gewachsen.

Viel wichtiger aber ist mir das Entlacken der Innenseite des Glases. Warum das, mag man sich fragen…?! Tja, beim Wechsel des Farbkleids vom ursprünglich Mineral Blue auf ein dunkleres Blau unbekannter Herkunft (erst danach wurde Spencer rot lackiert) haben die Briten davon abgesehen, die Scheiben auszubauen. Auf der Windschutzscheibe befindet sich daher ein durchaus sichtbarer Nebel aus kleinsten dunkelblauen und erhabenen Lackspritzern, welche mich schon damals im Alltag immer wieder störten. Im ausgebaut Zustand bietet sich mir nun die Chance, dies zu beheben.

Ich habe die Scheibe daher an der Kante mit Klebeband versiegelt, um zu vermeiden, dass das Sicherheitsglas mit seinem verbindenden Material im Inneren durch Abbeizer angegriffen wird. Danach folgte ein kompletter Anstrich mit Chemie von Molto, die hoffentlich genug „Bumms“ hat, den alten Lack abzulösen. Gleiches gilt übrigens für die beiden Metallklammen der Chromzierleisten, die von altem Lack befreit werden sollen.

Die Chemie hatte nun eine Woche Zeit zu wirken. Wenn das und der anstehende Einsatz des Aufkleberradierers nicht helfen muss wohl doch eine neue Frontscheibe her. Heute Abend werde ich bereits schlauer sein…

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