Feinschliff

Nachdem ich gestern die von Speedy Cables gelieferten Gläser für die Instrumente zu Hillgruber brachte, war es Zeit, sich wieder mal dem metallenen Geschmeide meine GTs zu widmen. Konkret hieß das: Begutachtung der vielen Zierleisten, die künftig für Glanz in und auch an der Hütte sorgen sollen.

Die Seitenzierleisten aus Edelstahl hatte ich damals bei der Demontage beschriftet und eingelagert. Sie waren durch den jahrelangen Gebrauch am Wagen verkratzt und müssen zwingend aufgearbeitet werden. Zunächst habe ich kleine Dellen sanft mit dem Hammer geschlichtet. Dann ging’s an das Entfernen der Kerben – zunächst mit dem Schwingschleifer, dann mit grobem, schließlich mit immer feinerem Sandpapier. Ein wenig nasses 600er brachte dann bereits einen sichtbaren Erfolg, verhindert aber nicht, dass das Ganze nochmal vom Profi auf Hochglanz poliert werden muss. Meine Bohrmaschine mit dem Polieraufsatz hat schlicht zu wenig Power für Edelstahl.

Auch der erste Rahmen der Dachrinnen wurden ein wenig näher von mir inspiziert. Diese fragilen Aluteile sind ebenfalls zerkratzt und brauchen etwas Feinschliff. Beim Bearbeiten dieses äußerst weichen Metalls fiel mir auf, dass sich offenbar eine Beschichtung auf dem Alu befindet – das war mir neu. Es zeigt sich nämlich, dass beim Abschleifen verschiedenartig getönte Schichten zum Vorschein kommen und das untere Metall wesentlich weicher ist. Ein Eloxal kann es wegen des früheren Glanzes eigentlich nicht sein. Weiß jemand mehr dazu? Wie auch immer, wenn man lang genug schleift, lässt sich die daraus entstandene Maserung komplett entfernen.

Die wahrscheinlich schrottreifen, weil zu stark deformierten Leisten für die Gummidichtungen der Glasscheiben habe ich gestern erst gar nicht angefasst, nachdem zwei Stunden fürs Polieren der beiden oben beschriebenen Teile drauf gingen. Es wird also seeehr behutsam mit dem Polieren weiter gehen…

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4 Gedanken zu “Feinschliff

  1. Hallo Sven,

    meines Wissens nach sind die meisten Aluminiumteile am GT (Kühlerzierleisten Fischmaul, Dachrinne, etc.) eloxiert. Nimm Ofenreiniger, wenn Du die Schicht (falls zerkratzt) tatsächlich entfernen willst. Allerdings hast Du dann das Problem diese fortlaufend polieren zu müssen, wenn Du nicht neu exloierst. Einige Aluminiumpolituren enthalten Wachse, die das erneute Anlaufen etwas hinauszögern.
    Manchmal kann man die Kratzer in der Eloxalschicht auch vorsichtig mit 0000 Stahlwolle aufarbeiten.

    Eine andere Anmerkung betrifft Deinen oft geäußerten Wunsch nach Edelstahlteilen. Schau doch mal in Ashley Hinton’s Shop vorbei (http://www.ebay.de/sch/ashleyhintonmgparts2002/m.html). Der bietet diverse Edelstahlteile für MGB zu überschaubaren Preisen an.

    Beste Grüße,
    Christoph

  2. Hi Christoph,
    danke für die Tipps!!! Das mit dem Eloxal hatte ich vermutet, war mir aber wegen des Glanzes unsicher. Die Alu-Zierleisten glänzten vormals recht intensiv, wobei ein Eloxal den Glanz ja meist ein wenig einbremst. Ich werde dann aber wohl nach dem Polieren wieder eine Beschichtung auftragen lassen.
    Die VA-Teile kannte ich zum Teil schon. Neu war mir, dass auch die Schloss-Teile in Edelstahl-Qualität lieferbar sind – das wird womöglich eine echte Option…
    Bye! Sven

  3. Danke! Mit Eloxal hab ich glücklicherweise mehr Erfahrung. Die Teile lasse ich vorab möglichst sauber polieren, dann wird das Endergbnis auch gut…

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