Funkelfaktor – Das Ergebnis

Es ist lange her, dass ich unzählige Kleinteile der Dreiecks- und hinteren Seitenfenster zu OTEK in Berlin Kreuzberg brachte. Gestern aber konnte ich die Sachen nach neun Wochen endlich abholen – und bin durchaus angetan vom Ergebnis…

Zunächst fielen mir die verzinkten Schlösser und Sitzschienen ins Auge. Abgesehen davon, dass durch mein erstes Zink-Missgeschick alle Teile eine sehr raue Oberfläche durchs Strahlen aufweisen ist alles im grünen, oder besser: gelben Bereich. Die Teile sind sauber und homogen verzinkt, was es mir gestern Abend erlaubte, die kleinen Kunststoffbalken an den Türschlossfallen final zu vernieten.

Die Rahmen der Dreiecksfenster in den Seitentüren sehen brillant aus. Alle sichtbaren Flächen sind glatt wie der sprichwörtliche Baby-Popo. Allein die Laschen am unteren Ende sind von Rost und der galvanischen Chemie ordentlich angefressen worden, bevor auch dort eine finale Chromschicht zum Einsatz kam. Mich soll’s nicht stören, denn die Enden sind in den Türen nicht sichtbar und das Material ist noch massiv genug.

Neben den kleinen Rahmen habe ich auch den ganzen Kleinkram der Ausstellfenster verchromen lassen – Laschen, Hebel, Abdeckungen und so weiter. Insofern das Ausgangsmaterial noch eine gute Basis hatte ist auch hier das Ergebnis über jeden Zweifel erhaben. Allerdings wurden bei einigen Teilen – verrosteten Blechen und porösem Zinkguss – die Narben des Alters quasi mit Chrom versiegelt. Meinen optischen Anspruch befriedigt dies nicht, weshalb ich mich vielleicht noch nach anderen Optionen umsehen werde.

Ein äußerst attraktives Bild geben auch die Rahmenteile der hinteren Seitenfenster ab. Alles blitzt, funkelt, ist glatt und ohne Einschlüsse oder frühere Schrammen. Spannend wird jedoch die Einpassung der beiden vertikalen Scharnierelemente an der B-Säule. Denn diese fügen sich nun nicht mehr ohne Weiteres „saugend“ ineinander. Offenbar ist die Chrom/Kupfer/Nickel-Schicht in der Summe doch dicker als erwartet. Bei OTEK versicherte man mir zuvor zwar, dass das Verchromen die Materialstärke kaum messbar beeinflusst. In der Realität sieht es aber offenbar anders aus. Ich werde mich mit diesem Problem in den nächsten Tagen noch näher beschäftigen.

Alles im Lot hingegen bei den polierten Alu- und Edelstahl-Teilen: Lenkrad, Thermostatgehäuse sowie die Schienen der Fensterdichtung  funkeln mit dem Chrom um die Wette. Und auch der Zylinderkopfdeckel ist nach der Bearbeitung nicht wieder zu erkennen – er bietet eine wirklich spiegelnde Oberfläche. Mein Plan, das Teil mit Schrumpflack zu versehen ist damit erst mal verworfen.

Geblendet vom Glanz und überrascht von nächtlicher Kälte in der Garage war es mir am Abend nur noch möglich, den Hebel eines Dreiecksfensters von Kupferresten aus der Galvanik zu befreien. So konnte ich den Hebel mit dem originalen Stift auf seine Achse zwängen und drei weitere Teile auf dem schier endlosen Weg der Restauration miteinander vereinen.

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Ein Gedanke zu “Funkelfaktor – Das Ergebnis

  1. Nachtrag:

    Das Problem mit dem zu starken Materialauftrag bei den Scharnieren der hinteren Seitenfenster wird von OTEK nochmals kulant bearbeitet. Die Teile werden nochmal chemisch und ggf. auch manuell bearbeitet, dann neu verchromt und sollten somit passen. Finde ich gut! Und bin gespannt…

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