Ein Wochenende im MGA

Spencer hat nun seit ungefähr drei Jahren keinen Meter mehr aus eigener Kraft zurückgelegt. Zwar sind meine V7 und der alte Benz in gewissem Maß adäquate Ersatzdrogen – ganz kompensieren können sie mein automobil-anglophiles Defizit jedoch nicht. Daher wurde es dringend Zeit, sich mal wieder ans hölzerne Steuer eines kernigen Briten zu setzen. Mit Unterstützung der Familie in Form eines Gutscheins zum letzten Geburtstag (ja, sie kennen mich gut…!  :-)) war dafür die bestmögliche Grundlage geschaffen.

Beim Classic Depot in Berlin boten sich dann einige Optionen von der Insel an. Unterm Strich entschied ich mich für Spencers genetischen Vater – den MGA, nachdem der Sprite als Favorit (klein, frech, direkt!) wegen Verkaufs nicht mehr verfügbar war. Der Glacier Blue lackierte 1500er, ein US-Import Baujahr 1958, bot der besten Freundin von allen und meiner Wenigkeit dann auch ein äußerst unterhaltsames, wenn auch sehr frisches Wochenende.

Wir starteten am Samstagvormittag von Berlin gen Norden in Richtung Märkische Schweiz und genossen die kühle Brise. Na ja, gut, von Genuss kann bei der besten Freundin von allen zu diesem Zeitpunkt wohl nicht die Rede gewesen sein. Eingehüllt in zwei Decken saß sie im ledernen Bucket Seat und harrte der Dinge, die da folgen mochten. O-Ton: „Der hat ja gar keinen Gurt!?“ Nee, wozu denn.

Nun ja, wir drei freundeten uns trotzdem schnell an. Der MG röhrte seine 70 PS in die weite Welt hinaus, dass es eine wahre Freude war. Die Sonne zeigte zusehend ihr Antlitz, der beheizte Kardantunnel wärmte die Beine und wir genossen leere Dorfstraßen, leckeres Essen und eine fantastische Tour. Dass sich nebenbei das hintere Kennzeichen fast von selbst löste und die Batterie nicht allzu fit war (irgendwen findet man immer zum Anschieben) sei hier wegen des positiven Gesamteindrucks nur am Rande erwähnt…

Abends wieder in Berlin war die beste Freundin von allen fit für die Couch. Ich aber wollte noch weiter machen. Nun kam mein Kumpel Klaus ins Spiel, der motorisch ähnlich verstrahlt ist wie ich und auch am Sonntag um 21:00 noch spontan Lust auf eine Spritztour durch die Berliner Nacht hat. Wir röhrten also hinein ins Herz der Stadt, die sich ob des Festival of Lights in Bestform präsentierte. Obligatorisch war der gemeinschaftliche Abstecher durch den Tiergartentunnel unterm Kanzleramt, den wir sonst mit Guzzi Le Mans und ähnlichem Material zwecks akustischer Hörprobe mit Vollgas durcheilen.

Und was soll ich sagen: Bei Angie hat sicher auch dieses Mal wieder das Porzellan in der Vitrine geklimpert. Klaus war so frei und hat den völlig StVZO-konformen Ritt in Bewegtbild festgehalten. MG lebe hoch!

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Ein Gedanke zu “Ein Wochenende im MGA

  1. Eine sehr gut Wahl habt ihr da mit dem MGA getroffen… und das passt natürlich perfekt zum Festival of Lights, hat ja wirklich was Magisches an sich. Schade, dass der Herbst sich gerade eher von der ungemütlichen Seite zeigt.

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