Auf Distanz

Spencer ist nun ziemlich genau ein Jahr zum Schweißen außer Haus. Daher gleiten die aktuellen Tätigkeiten innerhalb des Projekts gern mal ins Abstrakte ab. Denn wie soll man ohne einen Wagen vor Augen das Gefühl haben, selbigen wieder flott zu bekommen? Ein befremdliches Gefühl… In der nächsten Woche werde ich daher wieder einmal in die Metallwerkstatt fahren und dort nach dem Stand der Dinge schauen. Für die Motivation kann das nur förderlich sein.

Ein gutes Beispiel für die aktuelle Distanz zum Projekt war auch der gestrige Abend in meiner Werkstatt. Denn abstraktere Dinge kann man während einer Restaurierung wohl kaum tun. OK, zugegeben, zunächst habe ich ein paar neu erworbene Teile – Edelstahl-Kleinkram von Ashley Hinton für das Schloss der Motorhaube und zwei Heizungsverbinder –  eingelagert. Und ich konnte auch die nochmals von OTEK (sehr kulant) überabeiteten Scharniere der hinteren Ausstellfenster auf meiner Liste abhaken – sie funktionieren jetzt und passen tadellos ineinander.

Abstrakter wirkten hingegen die langen Metallstäbe auf der Werkbank. Ich habe die 6 x 6 x 500 mm messenden Rohlinge aus VA im Netz gekauft, um daraus die Verbinder für die seitlichen Scheibenrahmen zu fertigen. Denn der Verbund der je drei Chromleisten um die hinteren Ausstellfenster wird mittels Nieten und kleinen Metallteilen hergestellt – in Spencers Fall wie so vieles vom Zahn der Zeit zerfressen. Eine Probebohrung im edlen und daher rostfreien Material mit der Standbohrmaschine zeigte dann auch Potenzial für dieses Experiment, dem ich mich demnächst näher widmen werde.

Eher an den Chemiebaukasten statt an mein Oldie-Hobby erinnerte mich dann das zweite Experiment: Ich hatte ja bereits vorab Eloxal-mordenden Abflussreiniger ins Gespräch gebracht und schritt gestern Abend schließlich zur Tat. Eine Tasse Leitungswasser sowie ein Schwung „Power“-Granulat (!) sollten reichen, um der B-Säulen-Verkleidung aus Alu exemplarisch an die Wäsche zu gehen.

Und in der Tat war dem Blechteil nach 15 Minuten im Mini-Jacuzzi (es sprudelte munter vor sich hin…) die Eloxal-Schicht völlig abhandengekommen. Ziel erreicht, denn jetzt weiß ich, dass die vielen Leichtmetall-Beschläge von der Beschichtung befreit, angeschliffen, auf Hochglanz poliert und dann neu eloxiert werden können. Eine undankbare Arbeit für den kommenden Winter, die aber hoffentlich Früchte trägt…

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2 Gedanken zu “Auf Distanz

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