Schweißarbeiten Vol. 5

Die lange Lieferzeit für einige Blechteile hatte mich und die Jungs von Oldtimer Ehm im Metall-Zeitplan arg zurückgeworfen, doch seit ein paar Tagen geht’s wieder voran. Grund genug also, um Spencer erneut einen Besuch abzustatten. Nach einem halben Jahr war ich schließlich froh, ihn überhaupt mal wieder zu sehen…

An sich sieht der Wagen gerade aus wie ein Einäugiger, der geschlachtet und dann verbrannt wurde: Ein undefinierbares, schwarzes, staubiges, zerfleddertes Etwas, das nur noch mit Fantasie an einen britischen Sportwagen und entsprechenden automobilen Glanz erinnert.

Paul Ehm hat mittlerweile die sehnsüchtig erwarteten Teile verschweißt – die untere Kante der hinteren Seitenfenster sowie die Dachrinnen sind wieder auf einem guten Weg, auch wenn an diesen Stellen noch Kleinigkeiten zu tun gibt. Sowieso sind Kleinigkeiten aktuell eine gaaanz große Sache: Kaum sichtbare Löcher, die ohne den KTL-Prozess wahrscheinlich nie entdeckt worden wären (aber eine Bedrohung für ein langes Autoleben sind), müssen jetzt nachhaltig repariert werden. So bspw. im Bereich der Frontscheibe, wo bereits partiell alt gegen neu getauscht wurde. In den vorderen Radkästen, beim Schwellerpfusch oder den Seitenwänden des Motorraums sieht die Situation ähnlich aus. An einigen Stellen wurden schon Bleche ausgeschnitten und handgefertigte Repros stehen bereit.

Auch für den maroden Heizungsbereich wurde ein erstes Ersatzblech angefertigt, das jedoch noch nicht der gewünschten Qualität entspricht und daher nochmal durch eine weitere Neukonstruktion ersetzt werden soll (die Sicken sind leicht krumm). Man kann sich vorstellen, dass so schnell der ganze Tag vorbei ist, bevor man überhaupt das erste Mal auf die Uhr geschaut hat…

Was gab’s noch? Die Halterung für den Sicherungskasten im Motorraum habe ich entfernen lassen, weil Spencers Elektrik künftig eine andere Absicherung als beim Original aufweisen soll. Außerdem habe ich die Gurtaufnahmen für die Rückbank vermessen, um daran künftig eine Art Domstrebe (ohne wirkliche Funktion, aber schön! :-)) zu befestigen. Rohmaterial aus Aluminium ist schon bestellt…

Zu guter Letzt reifte wieder mal die Erkenntnis, dass selbst das Maximum nicht genug ist: Von meiner Überzeugung und den Vorteilen der KTL habe ich an dieser Stelle schon oft berichtet. Jedoch heißt dies nicht, dass der Wagen dabei gänzlich entrostet wurde. Unter einer nicht näher definierbaren „Schutzschicht“ findet sich bspw. an den stabilisierenden Bereichen über den Vorderrädern immer noch der Gilb, weil die Beschichtung selbst für die Laugen des KTL-Tauchbads zu hartnäckig war. Darunter aber rostet es dezent, so dass ich mich entschlossen habe, diesen Bereich mit günstigen Neuteilen aufhübschen zu lassen.

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2 Gedanken zu “Schweißarbeiten Vol. 5

  1. Sven. Wenn ich die Bilder so sehe….. Tote soll man ruhen lassen..
    Aber Du hast es ja so gewollt. Und sicherlich wird der Wagen am Ende / Anfang fantastisch da stehen.

    Ich muss jedenfalls gerade an eine GT Karosse denken, die ich restaurieren wollte. Gut, dass ich das Auto weiterverkauft habe.

    Keeping my fingers crossed – All the best Spencer !

  2. Tja Karsten, ich muss da jetzt durch! 🙂 In der Tat ist der Aufwand enorm, aber für mich gibts keine Option, kein zurück. Und ich kenne Kisten, die wesentlich schlimmer aussahen und heute besser als neu dastehen. Mein Optimismus hat also noch Reserven…
    Grüße nach Hannover (bin dort heute Abend, hab aber wieder mal keine Zeit…)!
    Sven

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