AC/DC in the House!

Derbe angefixt durch meinen Einsteiger-Schweißkurs im Januar habe ich mich dazu verleiten lassen, ein eigenes WIG-Schweißgerät zu kaufen. Damit wird ein lang gehegter Traum war, der bisher aber weder realistisch noch sinnvoll war. Es fehlten Zeit, Geld und vor allem der Mut, sich der teilweise sagenumwobenen „Wissenschaft“ des Schweißens einfach mal völlig unbelastet anzunehmen. Der Lehrgang beim TÜV hat diese Mauern glücklicherweise eingerissen.

Mit dem WIG-Verfahren werde ich sicher nicht die verrostete Karosserie eines abgehalfterten Oldies in Angriff nehmen – dafür ist WIG einfach nicht geeignet. Aber zur Konstruktion von Bauteilen, Werkzeugen, „Hausbedarf“ und für die Reparatur einiger Dinge ist es für mich die ideale Mischung aus geringem Aufwand, sauberer Arbeit und bestmöglichem Ergebnis mit meinen bevorzugten Materialien: Alu und Edelstahl.

Lange Zeit habe ich mich über verschiedene Geräte im Netz und beim TÜV-Lehrer informiert. Es gibt Geräte für wenige Hundert oder vieeele Tausend Euro, abhängig von der Qualität und natürlich dem Funktionsumfang. Für mich war klar: Ich benötige einen flexiblen AC/DC-Inverter mit Hausstrom-Anschluss, der nicht nur Stähle (Gleichstrom) , sondern auch Alu (Wechselstrom) schweißen kann. Ein Starkstromgerät kam nicht in Frage, weil ich ggf. auch mal außerhalb meiner Garage ein wenig rumbrutzeln will. Und mit max. 225 Ampere Leistung werde ich sicher nicht so schnell an meine Grenzen oder die des Materials stoßen.

Markengeräte, die meinen Bedarf bedienen kosten schnell mal drei- bis fünftausend Euro. Keine Option, klar! Wenn man aber über den Tellerrand der industriellen Nutzung schaut und den Blick etwas nach Osten richtet, entdeckt man am Horizont echte Optionen. Für weniger aus zwei rosa Scheine bekommt man dann ein ziemlich rundes Paket für den gelegentlichen Hobbybastler. Ich habe mich final für ein Welbach Alpha 225 entschieden, weil dessen Preis-Leistungsverhältnis vom Wettbewerb nicht zu schlagen war. AC/DC, Hochfrequenzzündung, Up- und Downslope, einstellbare Gas-Vor- und Nachlaufzeit, IGBT-Steuerung, Pulse-Funktion, verschiedene Brennerdüsen und Elektrodenhalter… – all das hat mir vor ein paar Wochen auch noch nichts gesagt, lässt mein Heimwerker-Herz jetzt aber höher schlagen. 😉

Dass die sehr deutsch klingende Marke Welbach die Ware zwar nach deutschen Standards, de facto aber in Asien montiert lässt sich in meinen Augen verschmerzen. Der optische Eindruck bestätigt diese Haltung. Alles wirkt wertig und sauber verarbeitet; den sonst durchaus bekannten Eindruck billigen China-Plastiks musste ich mir noch nicht antun – zum Glück… Es wird aber noch ein wenig dauern, bis ich mit dem Gerät erste Schritte wage. Denn Gas, Schutzbekleidung, eine gute Haube, Schweißdrähte und so weiter müssen noch gekauft werden. Erste Anwendungen stehen aber schon auf meiner To-Do-Liste und ich werde von den ersten Erfolgen oder Misserfolgen weiter berichten…

Und, ja! Spencer als Projekt muss derzeit aus vielen Gründen arg zurückstecken. Manchmal muss man halt Prioritäten setzen. Das Jahr hat für mich aber grad erst richtig begonnen…

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5 Gedanken zu “AC/DC in the House!

  1. An sich ist das alles bestens. Ich kann nur noch nichts über Langzeitnutzung (>3 Jahre) und Ersatzteilversorgung sagen. Bedienung und Funktion sind IMHO tadellos, zumindest für mich als Einsteiger.

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