Schweißarbeiten Vol. 8

Es ist wirklich beruhigend zu sehen, dass Spencers Karosserie nun langsam wieder Form annimmt. Denn nachdem ich vor zwei Wochen zunächst Bilder per Mail aus der Werkstatt erhielt, konnte ich am Wochenende endlich wieder selbst in Althüttendorf vorbei schauen…

Ich schnappte mir vor der Reise zu Paul Ehm aber noch schnell ein paar Teile aus meinem Lager: Die bei Ebay geschossene Aluhaube, eine rostige Stoßstange, gammelige Rücklichter, alte Schrauben sowie die neue Domstrebe konnten in oder auf meinen Benz verladen werden. Übrigens: Die GT-Stoßstange passt ohne weiteres quer in den Kofferraum des 123 – so viel zu den Dimensionen des MG… 😉 Was ich dann in der Werkstatt in Althüttendorf vorfand war zumindest Grund für zaghaften Optimismus: Klar, immer noch erinnert Spencer am ehesten an ein Stück Aas, das zerfleddert in der Präriesonne vor sich hin dörrt. Der Blick ins Detail aber verrät – es geht voran.

Was ist also zuletzt geschehen?

Zunächst einmal ist der Heckbereich wieder verschweißt. Das radikale Entfernen war notwendig geworden, nachdem der Rost und ein alter Unfallschaden zu viel marodes Blech im Heck hinterlassen hatten. Auch ich war damals über die Maßnahme nicht wirklich erfreut. Doch mit der nun provisorisch montierten Heckklappe zeigte sich, dass alles noch an richtiger Stelle sitzt. Die Klappe selbst muss im Sinne möglichst schlanker Spaltmaße noch etwas nach rechts wandern, doch das war mir bereits vor der Restaurierung klar.

Der Einbau des Hecks selbst gestaltete sich schwieriger als erwartet, da der neue Kofferraumboden etwa 1 cm zu weit nach hinten ragte. So wurde er einmal quer zerschnitten, gekürzt, wieder zusammengesetzt und die Schweißnaht sauber verputzt. Außerdem haben die Jungs die untere Heckschürze montiert und den Bereich des früheren Benzin-Einfüllstutzens am Heck nochmals ausgetauscht.

Als nächstes wird nun der rechte Kotflügel und der Übergang in die Rücklichter rekonstruiert. Der Koti selbst wird nur leicht angepasst (und später am Radlauf verklebt). Allerdings muss die Gürtellinie im Bereich der Seitenscheibe, die Naht zum Heckteil sowie die gesamte Region um die Rücklichter neu aufgebaut werden. Denn die dortige Substanz war mehr als nur mitleiderregend, weil das Blech überall so dünn wie Papier war. Mit den alten Chromrahmen der gotisch anmutenden Rückleuchten als Maß der Dinge können die Jungs nun alles neu gestalten.

Weitere Problemzonen gibt’s noch zu Genüge: Da ist beispielsweise ein großer Krater im rechten vorderen Radhaus, dessen Anblick einen schmerzverzerrt zusammenzucken lässt. Aber alles halb so wild, sagen die Jungs. Weniger Bleche, weniger Stöße, glattere Flächen… Na ja – wenn man sieht, wie dort das alte Material (tlw. 4 Schichten!) aussah bin ich froh über jeder stärkende und sauber durchdachte Struktur!

Noch ein Horroranblick gefällig…? Dazu muss man nur die rechte B-Säule in Augenschein nehmen. Das Blech ist dort derzeit durch Entfernen der (verrosteten) Winkel so fragil, dass man das Metall wie Gummi biegen kann. Doch mit der Anpassung der Türen wird auch hier wieder die alte Stärke ins Metall zurückkehren, welche die GT-Karosserie schon in den 60ern auszeichnete.

Beenden wir den kleinen Reisebericht in die Uckermark aber optimistisch: Die vormals grauselige Ecke im Inneren der rechten C-Säule ist schon etwas aufgehübscht worden, die Aluhaube passt recht gut (muss aber noch ein wenig „Zuneigung“ erhalten) und meine selbst erdachte Domstrebe konnte auch schon mal probesitzen – sie passt…

In diesem Sinne – es geht weiter! 😉

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