Über die Ratio

Ich sende Euch wieder mal ein paar Gedanken aus der Stille…

Denn noch kann ich Euch nicht an sichtbaren Neuigkeiten teilhaben lassen. Aber, trotz vieler anderer Baustellen ist hinter den Kulissen meines MG-Projekts einiges geschehen: Gaaanz langsam nimmt das V8-Projekt wieder Fahrt auf. Etwas größere Bremsen (Range Rover I) und ein passender Alukühler sind bestellt, zumal weiterer Kleinkram ebenfalls auf dem Weg ist. Spencers Blech erhält unterdessen den letzten Schliff und sollte über den Winter perfektioniert werden. 2016 wird also spannend…

Unterdessen plane ich weitere Baugruppen, recherchiere im Netz sowie hinter den Türen der Profis und versuche, alles im Kopf stimmig anzurichten.

Einen großen Einfluss auf meine Ideen hatte auch der Besuch bei Frontline diesen Sommer. Ich habe seither mit den Jungs aus Steventon viele Mails ausgetauscht und Telefonate geführt. Die Quintessenz: Ihre Vorderachse mit Teleskopdämpfern ist nun auf dem Weg in meine Garage. Ein erneuter Umbau fertiger Baugruppen wird daher nötig, ähnlich wie beim mittlerweile verkauften Vierzylinder-Motor. Doch das alles lässt sich regeln, auch wenn es wenig effektiv ist. Mit Verstand ist es allerdings nicht zu erklären, jaja…

Zu gern hätte ich mir sogar das volle Fahrwerks-Programm von Frontline besorgt: Fette Bremsen, 5-Lenker-Hinterachse – lecker! Doch der liebe TÜV würde dann ob des bereits grenzwertigen V8-Umbaus plus komplett anderem Fahrwerk sicher die Reißleine ziehen (vom Geld reden wir erst gar nicht). Mit V8 und historisch zeitgemäßem Upgrade, NUR an der Vorderachse, bin ich laut Aussage von Classic Wheels aber noch im grünen Bereich und H-tauglich. Der Costello-Schriftzug auf den Querlenkern rückt das Ganze für den Graukittel ins rechte Licht.

Ich warte nun also auf neue Teile. Und habe mir diese lähmende Zeit mit einer weiteren V8-Probefahrt auf Berlins glitschigen Straßen verkürzt. Ein Classic Wheels-Stammkunde lud zur kurzen Spritztour mit rund 240 PS. Diese nahm ich zum Anlass, um mir einen genauen Eindruck von der Übersetzung des LT77-Getriebes mitsamt der langen Hinterachse zu machen. Eben dieses Setup stand nämlich bereit und ist auch für Spencer geplant.

Serienmäßig rollt der B mit recht kurzer 3,9er-Hinterachse über die Straßen – und mit entsprechender Power schnell in den nicht vorhandenen Begrenzer. Die gewählte 3,07er-Achse (22% länger) ist allerdings wirklich lang. Theoretisch sind damit über 280 Sachen drin – siehe KALKULATOR. Ein Illusion, vor allem Angesichts der hundsmiserablen Aerodynamik des Wagens. Über 200 km/h wird ein B auf unseren Straßen wohl nur sehr selten bewegt – aus gutem Grund.

Die ebenfalls erhältliche 3,31er-Achse (16% länger) wäre wohl die effizienteste Option (theoretische 260 und mehr Durchzug). Doch, da ich auch die Ökonomie eines Alltagsoldies im Blick habe, ausdauerndes Reisen im GT schätze und die Testfahrt im Referenz-B wahrlich keine lahme Veranstaltung war bleibe ich dabei: Die 3,07er ist für mich erst einmal gesetzt!

Mit ihr ist entspanntes Cruisen mit knapp 60 im Dritten bei dezenten 2.000 U/min möglich – ideales Stadttempo. Zur Not aber kann man den Zweiten bis über 100 Km/h ausreizen, im Vierten ans Limit des Erträglichen gehen (gut 220!) oder den Fünften als Overdrive nutzen und mit 150 Sachen und etwa 3.000 U/min über die Bahn rollen. Sollte mich die Praxis eines Besseren belehren, kann ich die Übersetzung der Hinterachse immer noch in Richtung kurz ändern.

All jenen, die gerade keinen V8 vor der Tür haben, empfehle ich übrigens dieses kleine Video zur motorischen Entspannung. Bis bald…

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2 Gedanken zu “Über die Ratio

  1. Hallo Sven,
    tolle Sache, diese Fahrwerkskomponenten von Frontline. Mein V8-Projekt bekommt übrigens auch die 5-link-Achse hinten und hat schon die lange 3,07-er Achse. Vorne habe ich allerdings noch die originale Ausstattung drinnen – mal sehen, wie lange das bleibt.
    Welche Bremssättel hast Du vorne genau verbaut – Land Rover I !?! Gibt es da Fotos davon und passen die plug & play ??? Welche Scheiben fährst Du dann ?

    Gruß

    Martin

  2. Hi Martin,
    dann können wir uns ja gegenseitig bestens austauschen… 😉
    Die beschriebene Bremsanlage verbaue ich auf Empfehlung von Classic Wheels. 4-Kolben-Sätten von Wilwood etc. sollen nämlich nicht wesentlich besser sein als die Serie – v. a. im Verhältnis zum Preis. Daher sind aktuell vorgesehen: Etwas dickere Scheiben vom V8 sowie die Sättel des Range Rover I – die haben auch 4 Kolben, damit größere Reibfläche, sind neu zu bekommen und sehen außerdem noch recht authentisch aus. Allerdings sind sie nicht aus Alu, also recht schwer. Anpassungen beim Anbau sind wohl nicht nötig.
    Die Dinger sehen IN ETWA so aus: http://www.rimmerbros.co.uk/Item–i-GRID010004.
    Ich werde berichten, wie es damit weiter geht…
    Bis dann! Sven

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