Englischer Dreck und deutsch-polnische Gründlichkeit

Endlich – ich habe mir über die wirklich hilfreiche Facebook-Gruppe Rover V8 Engine Appeciation die mittlerweile rare Riemenscheibe eines Rover P6 und eine SD-1-Ölwanne besorgt. Da behaupte noch jemand, die sozialen Medien dienen allein der narzisstischen Eigendarstellung komplexbeladener Egomanen … Ich auf jeden Fall war begeistert von diesem Fund!

Ölwanne, Schwallblech und Ansaugrohr waren in ganz passablem Zustand. Doch der uralte Schmodder am Grund des Sumpfs war von besonders garstiger Natur. Ich musste ihn – mit von Ekel verzerrter Miene… – Stück für Stück mit einem Spachtel abtragen, bis das schmierige Ding sauber genug für meinen Waschtisch war. Die darin schwappende Reinigungsflüssigkeit sah danach aus wie Schweröl aus dem Bauch eines fetten Tankers.

Spannend ist, dass die Ölwanne einen nachträglich eingeschweißten Einfüllstutzen besitzt. Nun ja, damit kann ich leben. Große Dellen oder gar wellige Dichtflächen konnte ich hingegen nicht ausmachen, so dass dem Ding etwas Feinschliff und frische Farbe genügen. Das verzogene Gewinde der Ablassschraube konnte ich mit roher Gewalt wieder gerade biegen.

Die Riemenscheibe werde ich nur reinigen und dann zu UMAP bringen, weil auch dieses Teil mit der Kurbelwelle feingewuchtet wird. Der Gummi ist glücklicherweise nicht porös, so dass ich sie nur strippen und lackieren muss (Spencers V8 braucht nur einen Riemen für Wasserpumpe und Lichtmaschine, hat keine Klimaanlage oder Servopumpe – denn das ist Teufelszeug…).

Mit der Ölwanne bin ich dann heute zu Axel Schmutzler gedüst. Sein Schweißer Krzysztof hatte die Woche genutzt, meine Alu-Motorhaube mit deutsch-polnischer Akribie anzupassen, den Tankstutzen in der C-Säule zu installieren, die Frontschürze zu montieren (die MK2-Version passt nicht so einfach an einen MK1) und letzte Löcher im Blech zu schließen. Die Jungs warteten schon auf die V8-Wanne, um einen Testmotor (mit meinem Getriebe und den künftigen Krümmern) probehalber mit Spencer zu vereinen. Erst dann werden die letzten Maßnahmen am Blech getroffen, so dass später mein 4.6er in den Motorraum flutscht.

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4 Gedanken zu “Englischer Dreck und deutsch-polnische Gründlichkeit

  1. 🙂
    Gern noch 2017! Zuerst wird aber alles probeweise eingebaut, wenn der V8 reinpasst. Du kennst mich ja, ich will am Ende keine Überraschungen… Ach ja, mein rostiger W123 steht auch noch auf der Liste. Du hörst von mir!

  2. Hi Sven, durfte mir diese Woche ja bereits deinen Tankstutzen nebst Haube in Natura anschauen. Mein Motor (ein kleiner 3.5er) nebst LT 77 liegt ja schon bei Axel. Am Dienstag haben wir dann mal das Projekt besprochen. Muss jetzt erstmal einkaufen gehen (Kühler, Vergaser, Krümmer, Ansaugbrücke, Ölfilterhalterung etc.) Wenn alles zusammen ist, geht der Wagen Ende Februar zu Classic Wheels zur Montage. Ende Mai will ich mit dem Wagen nach Tschechien Motorräder jagen :o), im Juni an die Loire zum Flanieren. Hoffe das es vom Zeitrahmen passt….

    Gruß Stefan

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