Schweißarbeiten Vol. 21, oder: Es ist kompliziert

Mannomannomann, einen dicken Airbus auf einer Waldlichtung zu landen scheint leichter zu sein, als den Rover V8 mit all seinen Nebenaggregaten in Spencers beengten Motorraum zu pressen. Aktuell geht es immer zwei Schritte voran und dann drei zurück. Details gefällig?

Lenkung

Weil Spencer ein früher „Mk. I“ ist passt der originale Fahrschemel eigentlich nicht zum V8. Ein „Gummi“-Fahrschemel ginge besser, brächte aber andere Probleme mit sich: Zwingend neue Federn (teuer) und limitierten Federweg (bäh!). Doch was nicht passt wird bei Classic Wheels einfach passend gemacht: Die Aufnahme des Lenkgetriebes wurde am originalen Fahrschemel neu positioniert und verstärkt. Nun sitzt es wie gewünscht weiter vorn und die Lenksäule führt durch (!) den rechten Motorhalter. Die Spritzwand muss um die Lenksäule herum komplett erneuert werden, inkl. Trichter sowie mundgelutscher Lenkstange im Innenraum (dazu wird nun das Cockpit probehalber montiert). Na ja, immerhin ist die Spitzwand auf der linken Seite bereits geschlossen worden…

Ölpumpe und -Filter

Die originale Ölpumpe vom SD-1 passt nicht zum B, weil sie mitsamt Ölfilter gegen den Rahmen stößt. Die Ölpumpe braucht also einen neuen Deckel – und davon gibt es zwei Versionen. Doch selbst die V8-Kenner sind sich nicht einig, welche Version am besten passt. Ich habe jetzt einfach mal die flache Version bei Rimmer Bros. bestellt (im Werks-V8 wiederum wurde eine weniger Platz sparende Version benutzt).

Die Halterung für den weiter oben montierten Ölfilter ist bereits verschweißt worden. Doch stellte sich danach heraus, dass dessen Stehbleche für ein Gummiboot gemacht wurden – mit der Folge, dass man den Ölfilter bei Spencer nicht mehr demontieren kann. Beim Abdrehen stößt er gegen das Blech der Karosserie, bevor er richtig gelöst werden kann. Hier muss also noch einmal nachgearbeitet werden. Wäre ja dumm, wenn man zum Wechsel des Filters den ganzen Wagen zerlegen muss.

Wasserkühler und Lüfter

Mein Ziel ist es, einen saugenden Lüfter hinter dem Kühler zu platzieren. Das sieht nicht nur besser aus und ist die sauberste Lösung (im wahrsten Sinne des Wortes), es kühlt auch effizienter – weil tatsächlich mehr Luft um den Motor bewegt wird. Außerdem würde ein Lüfter vor dem Kühler einen unerwünschten Windschatten produzieren. Nicht ohne Grund sind Lüfter bei modernen Fahrzeugen fast immer als „Sauger“ hinterm Wasserkühler ausgelegt.

Ich habe mit verschiedenen Lüfter-Größen geliebäugelt: 2x 9“, 1×14“, 1x 7,5 plus 1×10“. Doch nach Prüfung mittels ultra-praktischer Schablonen von Revotec ist klar, dass keine dieser Kombination vor die Wasserpumpe des V8 passt. Der Raum ist einfach zu eng. Also muss der Kühler mitsamt den Stehblechen und einer Aussparung am Rahmen noch weiter nach vorn rücken – fast bis zum Schlossträger der Motorhaube. Die Bauhöhe des Wasserkühlers spielt dabei zum Glück keine Rolle – die Motorhaube sollte auch dann noch schließen können.

Dass mein favorisierter Lüfter (Comex 12V 350 mm „Very High Power“) dringend zur Anpassung der Teile benötigt wird, derzeit aber nicht am Lager ist und nur auf Bestellung gefertigt wird passt zum schleppenden Fortschritt. Doch am Ende soll ja immer alles gut werden, nicht wahr…!?

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2 Gedanken zu “Schweißarbeiten Vol. 21, oder: Es ist kompliziert

  1. Vermutlich wäre es inzwischen billiger, einen Airbus zu kaufen 😉

    Nein, Hut ab bei soviel Durchhaltewillen!

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