Schweißarbeiten Vol. 24 – und ab nach Hause

Wow, was für ein Tag! Gestern kam Spencer wieder nach Hause. Classic Wheels hatte in den letzten Wochen ordentlich Gas gegeben, weil die Kiste nun schon fast drei (!) Jahre in Berlin-Zehlendorf stand und anfing, allen auf die Nerven zu gehen. Ich kann das durchaus verstehen, weil sich 2014 noch niemand ein Bild vom bemerkenswert großen Umfang der Blecharbeiten machen konnte (dank üblem Rost und den idiotischen Aktionen vorheriger Handwerker). Auch bei Classic Wheels war man deshalb zwischenzeitlich echt frustriert.

Am Ende der Flex- und Schweißorgie steht nun ein dreistelliges Stundenkonto, das beglichen werden will und einen riesigen Krater im Budget hinterlässt. Doch dafür steht Spencer nun ganz ordentlich da – an vielen Stellen völlig neu in Blech eingekleidet und konsequent für den V8 optimiert. So manche Lösung, bspw. den Umbau des originalen Fahrschemels und der Lenkung, hatten Zweifler vorab für unmöglich gehalten. Andere Entscheidungen werden in der MG-Gemeinde ebenfalls für Misstrauen sorgen, etwa die entfernten Kedernähte oder das Fehlen von Sicken im Schweller – vermeintliche Indizien guten Handwerks. Mir ist das aber egal…

Mitsamt einem beeindruckend großen Haufen Teile, die über die letzten Monate zur Anpassung nach Berlin gebracht wurden, sattelte ich Spencer auf dem geliebten Transit, schnallte das Rollgestell aufs Heck, witzelte noch etwas mit meinem Blechguru Krzysztof herum und dieselte schließlich ganz gemächlich bei hochsommerlichen Temperaturen durch die City ins Brandenburgische.

So strandete die Karosserie, mit dem 3,5-Liter-Testmotor von Classic Wheels unter der Alu-Haube, am Abend auf dem buckligen Pflaster meines Schrauberhofs. Den geborgten V8 werde ich demnächst ausbauen und dann gegen meinen Motor tauschen. Dann gilt es, alle wesentlichen Teile einmal testweise zu montieren (u. a.: Auspuff, Schlösser, einen neuen Schalthebel, Zierleisten, die Beleuchtung, den wahrscheinlich noch zu versetzenden Tank, alle Sitzschienen, eine Audio-Anlage uvm.). Denn ich will vor dem Lackieren sichergehen, dass nach den Blecharbeiten alle Teile, ob original oder optimiert, perfekt zum Wagen passen. Denn Löcher in frischen Lack bohren ist nicht so mein Ding. Ich glaube, mich wird diese Arbeit über die nächsten Monate wirklich sehr gut beschäftigen…

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3 Gedanken zu “Schweißarbeiten Vol. 24 – und ab nach Hause

  1. sieht gut aus! Lass dich nicht kirre machen – das ist dein Projekt und dein Auto! Du bestimmst wie was aussieht und was am Ende raus kommt! Viel Spaß weiterhin….

  2. Hallo Sven,
    ganz großes Damentennis – ich bin ganz bei Dir !!! Ohne Zierleisten finde ich auch hübscher …
    Läßt Du die doppelte Sicke an den vorderen Kotflügeln so oder werden diese auch zugemacht um der Optik von den Türen und den hinteren Kotflügeln zu entsprechen ?

    Gruß
    Martin

  3. Hi Martin,
    ausgerechnet bei den Zierleisten bin ich konservativ – die kommen wieder ran. Die Falze und Sicken direkt im Blech sind aber „gecleant“. Alles etwas tiefer und breiter (185er Reifen, wow!!!), Lufthutzen in der Frontschürze und zwei Auspuffrohre im Heck sind die einzigen Anzeichen von gesteigerter Leistung…
    Bye! Sven

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